Für Wegbegleiter-Paten

Für unsere aktiven Wegbegleiter

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Für interessierte Ehrenamtliche

Hier schildert Wegbegleiter-Pate David seine Schritte auf dem Weg zur Patenschaft!

In unserer Gesellschaft gibt es Kinder und Jugendliche, die in Heimen leben. Dort werden sie in der Regel gut versorgt, gefördert und betreut. Doch während manche Bewohner regelmäßig von Eltern, Großeltern oder anderen Verwandten besucht werden, stehen andere junge Menschen allein da. Sie haben niemanden, der sie besucht, keine erwachsenen Ansprechpersonen außerhalb des Heimes.

Kinder brauchen Erwachsene, die Zeit für sie haben, die sie ernst nehmen und kontinuierlich für sie da sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heime und Ämter können dies allein nicht im nötigen Umfang leisten. Aus diesem Grund suchen wir ehrenamtliche Wegbegleiter-Patinnen und -Paten, die den Heimkindern Rückhalt geben, ihr Selbstbewusstsein stärken und sie in ihren Fähigkeiten fördern. Der Lebensmittelpunkt dieser Kinder ist und bleibt auch auf Dauer das Heim – dies sollen die Paten wissen und akzeptieren. Es wird auch langfristig keine Pflege oder gar Adoption angestrebt. Der Wegbegleiter ist bewusst eine Person außerhalb der Strukturen der Jugendhilfe, der über alle Wechsel und Umbrüche hinweg für den jungen Mensch da ist. 

Wie sieht eine Wegbegleiter-Patenschaft konkret aus?

Die Patenschaft lebt von regelmäßigen Treffen (etwa im 2-Wochen-Takt) und gemeinsamen Unternehmungen, die beiden Seiten Freude machen. So kann sich gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufbauen. Der Wegbegleiter soll seinem Patenkind Unterstützung dort bieten, wo es diese gerade braucht und sich wünscht. Dazu kann gehören, Interessen und Begabungen gemeinsam zu erschließen, Unterstützung beim Lernen zu leisten oder daran zu arbeiten, Defizite auszugleichen. Ein ganz wesentlicher Bestandteil ist der gemeinsam gelebte Alltag: So ist es für die Kinder und Jugendlichen oft mit am schönsten, wenn man einfach zusammen kocht, spielt oder auch mal gemeinsam einen Film schaut. Die Patenkinder sollten auch die Möglichkeit haben, bei ihren Wegbegleitern zu übernachten.

Das Wesentliche in einem Satz: Die Patenschaft soll beide Seiten bereichern!

Wie kommen die Patenschaften zustande?

Der Kölner Kreidekreis e.V. erhält über Kinderheime und Kinderhäuser Hinweise auf Kinder und Jugendliche, die sich eine Patenschaft wünschen oder brauchen. Menschen, die sich als Pate engagieren möchten, wenden sich ebenfalls an den Verein. In gemeinsamen Gesprächen wird geklärt, wer zu wem passen könnte. Zwischen allen Parteien, Kindern und Jugendlichen, Kinderheimen oder -häusern und Verein, ist eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit notwendig.

Anforderungen an die Paten

Wir suchen flexible, stabile und lebensbejahende Menschen, die Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben. Sie sollten Engagement und Verantwortung für diese Kinder mitbringen. Für die jungen Menschen ist Kontinuität von großer Bedeutung. Deshalb sollen die Wegbegleiter-Patenschaften nicht befristet sein.

Unser Vorgehen / Was wir von Ihnen erwarten

Haben Sie Interesse? Auf dem Weg zur Wegbegleiter-Patenschaft gehen wir folgende Schritte:

  • Sie melden sich bei uns.
  • Sie erhalten von uns einen Fragebogen, in dem Sie von Ihren Hobbys und Vorstellungen erzählen.
  • Wir vereinbaren einen Termin für einen Hausbesuch bei Ihnen.
  • Sie werden zu unserem zweitägigen Einstiegsseminar eingeladen.
  • Sie reichen ein polizeiliches Führungszeugnis bei uns ein.
  • Nun beginnt für Sie die Zeit, in der wir nach einem passenden Patenkind suchen. Das kann schnell gehen, kann aber auch einige Monate dauern.
  • Sie erhalten den Fragebogen des Kindes oder Jugendlichen und können prüfen, ob Sie sich das vorstellen können.
  • Sie lernen, begleitet von Verein und Bezugserzieher, das Kind/den Jugendlichen in der Einrichtung kennen.
  • In einer „Probezeit“ lernen Sie sich besser kennen, eng begleitet von verein und Erziehern.
  • Wenn Ihr Patenkind, die Erzieher und Sie gleichermaßen der Meinung sind, dass das gut passt, gibt es eine offizielle „Begründungsfeier“. Nun ist die Patenschaft offiziell und Ihr Patenkind rechnet fest mit Ihnen.
  • Regelmäßige Themenabende und Workshops, Newsletter aus dem Verein und Patensprechstunden begleiten Sie durch Ihre Patenschaft.
  • 4 x im Jahr wird von unserer Supervisorin ein Wegbegleiter-Fachgespräch angeboten. Mindestens 1 x im Jahr sollten Sie teilnehmen. Hier können Sie sich mit einer Psychologin und Sozialarbeiterin und mit anderen Paten über Fragen, Probleme und Entwicklungen austauschen.

Wie das Ganze in der Praxis aussehen kann, sehen Sie in einem Beitrag der WDR-Lokalzeit!