Gäste beim Jubiläumsempfang des Kölner Kreidekreises Anfang Mai 2026

KÖLNER KREIDEKREIS FEIERT 20-JÄHRIGES BESTEHEN

Jubiläumsempfang in Niederkassel-Uckendorf

Sein 20-jähriges Bestehen hat der Kölner Kreidekreis e. V. aus Niederkassel-Rheidt am 1. März mit einem großen Jubiläumsempfang in der Alten Schule Uckendorf gefeiert. Zum Auftakt brachte Sing Swing, der Frauenchor im Männer-Gesang-Verein (MGV) 1849 Rheidt, die über 80 Gäste mit einem Ständchen in Stimmung. Anschließend gratulierte Matthias Großgarten, Bürgermeister der Stadt Niederkassel, dem gemeinnützigen Verein zu seinem „ganz besonderen Jubiläum“. Er bedankte sich für „das Engagement, den sozialen Einsatz, die Menschlichkeit sowie das Schaffen einer guten Zukunft für viele Kinder“. Der Kölner Kreidekreis ist Träger der Freien Jugendhilfe und vermittelt Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Wohngruppen im Rheinland leben, ehrenamtliche Patinnen und Paten, die ihnen langfristig zuverlässig zur Seite stehen.

Matthias Großgarten, Bürgermeister der Stadt Niederkassel
Matthias Großgarten, Bürgermeister der Stadt Niederkassel, dankte dem Kölner Kreidekreis und seinen Patinnen und Paten für ihr soziales Engagement und ihre Menschlichkeit.

Video-Botschaft von Janine Kunze

In einer Video-Botschaft hob die Schauspielerin und Moderatorin Janine Kunze, seit kurzem neue Schirmherrin des Kölner Kreidekreises, die Leistung des Vereins und seiner zahlreichen Ehrenamtlichen hervor: „Die Patinnen und Paten zeigen den Kindern: Ich interessiere mich für dich. Du bist wichtig. Ich bleibe. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Diese Botschaft kann ein Leben verändern!“, betonte Kunze. „Ich dankte euch von ganzem Herzen für euren Einsatz, für das, was ihr für diese Kinder tut. Nichts ist wichtiger, als Liebe zu geben und Liebe zu zeigen. Vielen, vielen Dank!“

Der Frauenchor Sing Swing sang zum Auftakt drei Lieder.

Podiumsdiskussion: Patin und Patenkind sind „eine Familie“

Es folgte eine Podiumsdiskussion, moderiert von Kreidekreis-Vorstand Dietmar Schnelle, in der die Wegbegleiter-Patin Corina Heger und die 25-jährige Tamara Welp aus ihrer langjährigen Patenschaft berichteten. „Wir sind inzwischen nicht mehr Patenkind und Patentante, sondern eher wie eine Familie“, befanden beide. Raimund Hamacher, Teamleiter einer interkulturellen Wohngruppe in Köln-Ostheim, ging auf die Vorteile einer Patenschaft für seine jungen Bewohner ein: „Die Begegnungen bedeuten unseren Jugendlichen sehr viel. Sie erleben in der Freizeit etwas, was andere nicht erleben. Sie haben jemanden außerhalb der Wohngruppe, den sie immer kontaktieren können“, sagte Hamaber. „Das gibt ihnen mehr Halt im Leben und eine Beziehungsperson, mit der sie künftige Herausforderungen im Leben gemeinsam meistern können.“

Vorstand Dietmar Schnelle (links) und Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer (rechts) überreichten Vereinsgründerin Edeltraud Preuß zum Dank für ihr Wirken und ihre Inspiration einen Geschenkekorb.

Ehrung für Vereinsgründerin Edeltraud Preuß

Vorstand Thomas Preuß blickte kurz zurück auf die Gründung des Kölner Kreidekreises durch Edeltraud Preuß und ihre Familie im Jahr 2006 sowie einige historische Meilensteine, insbesondere auf die zuletzt zahlreicher gewordenen Ehrenamtspreise und das Wachstum des Vereins. Aktuell zählt der Kölner Kreidekreis über 170 Mitglieder und betreut mehr als 60 Patenschaften. Vorstände und Geschäftsführung dankten Edeltraud Preuß für ihren langjährigen Einsatz und ihre Inspiration, die so vielen jungen Menschen geholfen habe. Als Zeitstrahl mit kurzen Texten und Fotos aufbereitet, hingen wichtige Momente der letzten 20 Jahre als großes Banner an der Wand.

Den musikalischen Schlusspunkt des Programms setzen Lea Hüttemann an der Querflöte und Felix Reckers an der Gitarre, unter anderem mit einer Komposition von Maurice Ravel.

Die Podiumsdiskussion wurde moderiert von Kreidekreis-Vorstand Dietmar Schnelle (rechts). Wegbegleiter-Patin Corina Heger (links) und die 25-jährige Tamara Welp berichteten aus ihrer langjährigen Patenschaft, Raimund Hamacher erläuterte die Bedeutung einer Patenschaft für die jugendlichen Bewohner seiner interkulturellen Wohngruppe. Felix Reckers und Lea Hüttemann aus Königswinter setzten den musikalischen Schlusspunkt des abwechslungsreichen Jubiläumsprogramms.