Alle Beiträge von Thomas Preuß

WORKSHOPS ZU FINANZEN UND WOHNEN IN KÖLN UND KÖNIGSWINTER

Juli 2026. Mitte Juni und Anfang Juli haben wir in zwei Workshops über 30 Jugendliche, die bald ihre Wohngruppe verlassen müssen, zu den Themen Finanzen und Wohnen geschult. Einer fand im Engelshof in Porz statt und war offen für alle Wohngruppen, der zweite fand exklusiv für Bewohnerinnen und Bewohner des Probsthofs in Königswinter statt.

Die jungen Leute stehen vor der Gründung eines eigenen Haushalts und damit vor vielen Fragen: Was kostet das Leben, wenn man sich selbst um alles kümmern muss? Wofür muss oder sollte ich Geld ausgeben, wofür lieber nicht? Hierzu wurde in großer Runde eine „Budget-Challenge“ gespielt, bei der allen schnell klar wurde, dass gute Planung sehr wichtig ist. Man sollte nur kaufen, was man sich leisten kann, man muss sich über bestimmte Risiken klar werden und sie absichern (Stichwort Haftpflichtversicherung), und idealerweise sollte man ein paar Euro für ungeplante Notfälle ansparen. Auch wurde diskutiert, wie man noch – legal und schnell – an Geld kommen kann, wenn das Azubi-Gehalt nicht bis zum Monatsende reicht.

Workshop Finanzen und Wohnen für Careleaver in Königswinter
Budgetspiel beim Workshop Finanzen und Wohnen für Careleaver in Königswinter

Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen haben wir mit Unterrichtsmaterial der Verbraucherzentrale NRW erarbeitet; die Workshops konnten wir dank einer Förderung der Aktion Mensch kostenlos anbieten.

Brainstorming beim Workshop Finanzen und Wohnen: Woher kann ich noch Geld bekommen?
Brainstorming beim Workshop Finanzen und Wohnen: Woher kann ich noch Geld bekommen?

In Königswinter hatten wir etwas mehr Zeit, die Inhalte zum Thema Wohnen zu vertiefen: Wie finde ich eine Wohnung? Welche Rechte und Pflichten habe ich als Mieter? Was steht im Mietvertrag, was ist der Unterschied zwischen Kalt- und Warmmiete, warum will der Vermieter eine Kaution sehen? Wie sollte man zur Wohnungsbesichtigung erscheinen und was gehört in eine Bewerbermappe, wenn man sich für eine Wohnung interessiert?

Für 2027 planen wir weitere Workshops, die Termine stehen noch nicht fest. Wer für die Jugendlichen seiner Wohngruppe Bedarf sieht, richte gern per E-Mail eine Anfrage an unseren Vorstand Thomas Preuß.

„DIE WAHRNEHMUNGEN DER PATINNEN UND PATEN SIND WICHTIG FÜR UNS“

Seit bald 20 Jahren kooperiert der Kölner Kreidekreis mit dem Bethanien Kinder- und Jugenddorf in Bergisch Gladbach. Elvira Killat ist dort als Erziehungsleitung tätig und gibt einen Einblick in die Zusammenarbeit.

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit zwischen den Patinnen und Paten des Kölner Kreidekreises und Ihren Wohngruppen-Teams?

Elvira Killat: Die Patinnen und Paten sind zuverlässig, sie halten die Absprachen ein, agieren sehr sensibel und fühlen das Tempo des Kindes. Sie sind sehr bemüht um einen guten Austausch und um eine reflektierte Zusammenarbeit mit den Pädagoginnen und Pädagogen. Wir spüren, dass sie auf ihre Aufgabe gut vorbereitet wurden.

Zum Beispiel gab es einmal ein Patenkind, das eine Zeitlang emotional sehr beansprucht war: Immer wieder folgten auf gute Phasen die Tiefen, die Patin wurde zum Teil weggestoßen oder mit Vorwürfen überschüttet. Die Patin blieb im Austausch mit den Pädagoginnen und Pädagogen, und sie blieb an der Seite des Kindes. Mittlerweile wohnt das Kind in einer anderen Einrichtung, sogar in einer anderen Stadt. Die Patin ist weiter an seiner Seite und geht auch diesen Weg mit. Inzwischen kann das Patenkind das auch wieder gut annehmen.

Während der ganzen Zeit hat sich die Patin gegenüber allen Akteuren nicht anmerken lassen, wie herausfordernd die Begleitung war, sie begegnete dem Kind immer wieder mit Geduld und Vertrauen – mithilfe der Pädagoginnen und Pädagogen und mit Hilfe der Beratungsangebote des Kölner Kreidekreises war das möglich.

Generell erleben wir, dass die Patinnen und Paten in Krisenzeiten sehr unterstützend agieren. Sie nehmen zum Teil auch an Krisengesprächen teil, telefonisch, via Videokonferenz oder in Präsenz. Ihre Wahrnehmungen sind wichtig für uns, und wir sind dankbar für den Austausch.

Welche Veränderungen sehen Sie bei den Kindern und Jugendlichen?

Die Kinder und Jugendlichen sind sehr stolz, sie sind glücklich, eine Patin oder einen Paten an der Seite zu haben. Die besondere gemeinsame Zeit wird sehr wertgeschätzt. Es ist ein bisschen so, als wären die Patenschaften wie eine Insel, auf die sich die Patenkinder zurückziehen können, wenn der Alltag um sie herum herausfordernd wird.

Die Verlässlichkeit der Patenschaft ist eine wichtige Konstante für die Kinder und Jugendlichen. Sie hilft den emotional belasteten jungen Menschen, sich in ihren Aufs und Abs nicht völlig zu verlieren. Diese Kontinuität bleibt auch erhalten, wenn Bezugspädagoginnen und Bezugspädagogen einmal wechseln oder das Patenkind in eine andere Gruppe umzieht. Das ist eine wertvolle Erfahrung und ein wichtiges Signal. Und über die Jahre ist dieses Grundvertrauen so sehr gewachsen, dass es die jungen Menschen befähigt, ihr Leben später eigenständig und selbstbestimmt zu bewältigen.

Welche Herausforderungen gibt es in der Begleitung?

Gute Kommunikation ist elementar – und genauso wichtig ist der manchmal notwendige Perspektivwechsel, denn natürlich kann es zu unterschiedlichen Sichtweisen von Erziehern und Erzieherinnen auf der einen sowie Patinnen und Paten auf der anderen Seite kommen. Es ist menschlich, dass Meinungen darüber, was für einen jungen Menschen gut ist, auseinanderklaffen. Wenn es dann gelingt, dass die Situation aus einer anderen Sichtweise betrachtet werden kann, hilft das sehr. Da haben die Patinnen und Paten, aber auch unsere Kolleginnen und Kollegen schon viel voneinander lernen können.

Die Patenschaften beginnen oftmals vor dem Hintergrund, dass die Kinder und Jugendlichen keinen Kontakt zu ihrer Kernfamilie haben. Es kommt dennoch vor, dass sich das im Laufe der Patenschaft ändert und leibliche Eltern oder auch andere Verwandte den Kontakt zum Kind wieder suchen. In solchen Situationen kann es gerade bei den Patinnen und Paten zu Rollenkonflikten kommen, was für die Patenkinder eine herausfordernde Situation darstellt. Und diese herausfordernden Situationen erfordern dann natürlich eine sensible Begleitung.

Welche Chancen ergeben sich aus der Patenschaft für das Kind oder den Jugendlichen?

Bei allen größeren Veränderungen in der Biografie der jungen Menschen ist die konstante Wegbegleiterpatenschaft ausgesprochen wertvoll. Besonders bemerkbar macht sich das während des Übergangs in die Selbstständigkeit, wenn die jungen Erwachsenen die Wohngruppe in der Einrichtung verlassen und ihren Alltag allein meistern müssen. Junge Erwachsene mit einem Paten oder einer Patin können wesentlich besser mit dieser Situation umgehen – sie sind nicht auf sich allein gestellt. Es gibt jemanden, der proaktiv auf sie zukommt und danach fragt, wie es ihnen geht und sie auch in ihrem neuen Leben unterstützt.

Wir erleben, dass die Kinder gerade bei den früh begonnenen Patenschaften grundsätzlich selbstbewusster, resilienter sind. Das ist eine gute Basis für das Erwachsenwerden. Die Kinder und Jugendlichen haben einen Vertrauensmenschen an ihrer Seite, der sie stärkt, und dieser eine Vertrauensmensch macht einen Unterschied!

Das Gespräch führte Ute Wiedemeyer, Geschäftsführerin des Kölner Kreidekreises. Es ist 2026 als Teil des Fachbeitrags „Ehrenamtliche Wegbegleiterpatenschaften: Der Kölner Kreidekreis lässt kein Kind allein“ im Buch „Hochintensive Betreuungen und systemisch herausgeforderte Hilfesettings – zwischen Notwendigkeit, Überforderung und Verantwortung“ (Hrsg. Björn Hagen) in der Reihe „Theorie und Praxis der Jugendhilfe“ des Evangelischen Erziehungsverbandes e. V. (erev) erschienen.

WERKSTUDENT*IN ODER SOZIALARBEITER*IN IN TEILZEIT GESUCHT

Wir wollen unser Team weiter verstärken und jemandem die Gelegenheit geben, die Welt von vielen Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Dafür suchen wir eine Werkstudentin oder einen Werkstudenten in Teilzeit. Aber auch fertig ausgebildete Sozialarbeiter*innen können wir uns vorstellen. 

Der Kölner Kreidekreis ist ein Träger der freien Jugendhilfe. Wir stellen Heimkindern, die keinen oder nur sehr wenig Kontakt zu ihren Eltern haben, ehrenamtliche Wegbegleiter-Paten an die Seite. Weil alle Kinder das Gefühl brauchen, akzeptiert und gern gesehen zu sein, um stark und eigenständig zu werden!

Dein neuer Wirkungskreis

  • Unterstützung des Teams im Tagesgeschäft (Besuche bei Kindern in Kinderheimen, Hausbesuche bei interessierten Erwachsenen, „Matchings“ und Begründungsfeiern für Patenschaften – mit Dokumentation)
  • Teilnahme an Teamsitzungen
  • Unterstützung bei Aktionen für Kinder und Wegbegleiter
  • Weitere administrative Aufgaben

Dein Profil

  • Du arbeitest gern mit Menschen
  • Du studierst Soziale Arbeit oder etwas Ähnliches und suchst nebenbei praktische Erfahrung im echten Berufsleben – oder bist gerade mit dem Studium fertig, willst aber nur in Teilzeit arbeiten
  • Du bist zuverlässig und offen für Neues
  • Du arbeitest gern im Team

Wir bieten

  • Einen tollen und vielseitigen Arbeitsplatz, an dem Du Dich einbringen kannst
  • Ein sympathisches kleines Team, das sich auf Dich freut
  • Eine sinnstiftende Aufgabe – wir lassen kein Kind allein!

Neugierig geworden? Dann sende eine E-Mail mit einer kurzen Bewerbung und Lebenslauf an den Vorstand.

BENEFIZKONZERT AN DER SIEGFÄHRE ANFANG JUNI

Am 6. Juni wird der Mondorfer Malermeister und Musiker Thomas Klemstein ein weiteres Benefizkonzert zu unseren Gunsten geben. Das Konzert findet im Rahmer der 100-Jahres-Feier der Siegfähre statt.

Die Personenfähre Siegfähre und das Restaurant Siegfähre liegen südöstlich von Troisdorf-Bergheim an der Sieg, etwa zwei Kilometer vor der Mündung in den Rhein, unterhalb der Landstraße L269.

Vom 4. bis 7. Juni feiert die Siegfähre ein Jahrhundert Geschichte – mit einem Bühnenprogramm und Livemusik. Thomas Klemstein, der den Kölner Kreidekreis bereits im März mit zwei Benefizkonzerten in Niederkassel-Mondorf unterstützt hatte, spielt an dem Samstag, 6. Juni, voraussichtlich ab 18 Uhr. Auf dem Programm werden wieder viele Klassiker der Pop- und Rockgeschichte sowie Lieder zum Mitsingen stehen, von BAP bis zu den Bläck Fööss.

ENDLICH AUF EIGENEN BEINEN: KOSTENLOSER WORKSHOP ZU FINANZEN UND WOHNEN AM 19. JUNI IN KÖLN

Jugendliche und Careleaver, die bald ihre Wohngruppe verlassen müssen oder vor kurzem verlassen haben, stehen wie alle jungen Leute bei der Gründung eines eigenen Haushalts vor vielen Fragen: Was kostet das Leben, wenn man sich selbst um alles kümmern muss? Wofür muss oder sollte ich Geld ausgeben, wofür lieber nicht? Was passiert, wenn ich Rechnungen nicht bezahle? Wie funktioniert ein Girokonto und wieso wird es auf einmal so teuer, wenn ich ins Minus komme? Und wenn mein Azubi-Gehalt nicht bis zum Monatsende reicht: Wie kann ich noch – legal und schnell – an Geld kommen?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen erarbeiten wir gemeinsam mit den Teilnehmer*innen in diesem Workshop zu Finanzen, Haushalts- und Budgetplanung, den wir auf der Grundlage von Unterrichtsmaterial der Verbraucherzentrale NRW durchführen und dank einer Förderung der Aktion Mensch kostenlos anbieten können.

Je nach Dynamik vertiefen wir die Inhalte zum Thema Wohnen: Wie finde ich eine Wohnung? Welche Rechte und Pflichten habe ich als Mieter? Was steht im Mietvertrag, was ist eine Kaution, was der Unterschied zwischen Kalt- und Warmmiete? Wo kann ich Wohngeld beantragen? Darf ich laute Partys in meiner Wohnung feiern und was passiert, wenn ich etwas kaputtmache?

Workshop Finanzen und Wohnen:

WANN: Freitag, 19. Juni 2026, 15.00 bis circa 18 Uhr. Inklusive Pizzaessen ist gegen 18.30 Uhr Schluss

WO: Bürgerzentrum Engelshof, Oberstraße 96, 51149 Köln (Porz-Westhoven)

ZIELGRUPPE: Careleaver im Alter von 16-27 Jahren

DAS SOLLTEST DU MITBRINGEN: Interesse, gute Laune, Deutschkenntnisse

VERPFLEGUNG: Am Ende gibt es Pizza, Pasta, Döner und Salat. Getränke stehen auch bereit.

Anmeldung bitte mit vollem Namen, Alter und Schulbildung bis zum 5. Juni 2026 per E-Mail an Thomas Preuß. Rückfragen ebenfalls per Mail oder telefonisch unter 0163 68 71 357.

ZWEI ABENDE VOLLER MUSIK, GÄNSEHAUT UND GEMEINSCHAFT

Der Malermeister Thomas Klemstein erspielt mit Benefizkonzerten in Mondorf 1200 Euro für den Kölner Kreidekreis

Niederkassel, März 2026. Zwei besondere Konzertabende in der Kneipe Op de Eck in Niederkassel-Mondorf standen ganz im Zeichen der Musik und des guten Zwecks: Der Malermeister und Musiker Thomas Klemstein spielte an zwei aufeinanderfolgenden Freitagen im März Benefizkonzerte zugunsten des Kölner Kreidekreises e. V. und begeisterte sein Publikum. Der Verein hat seinen Sitz in Niederkassel-Rheidt und ist Träger der freien Jugendhilfe. Er vermittelt Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Wohngruppen im Rheinland leben, ehrenamtliche Patinnen und Paten, die ihnen langfristig zuverlässig zur Seite stehen.

Klemstein ist seit über 50 Jahren musikalisch aktiv und vielen durch seine Auftritte mit der Band Under Cover unplugged bekannt. Mit den beiden Konzerten erfüllte er sich einen langgehegten Wunsch: erstmals ein Soloprogramm auf die Bühne zu bringen. Dabei präsentierte der Musiker eine persönliche Auswahl von Songs, die er auch auf seiner YouTube-Seite veröffentlicht hat, darunter Klassiker von Udo Jürgens, Elton John, Billy Joel oder Supertramp.

Der Eintritt zu den Konzerten war bewusst frei; stattdessen bat Klemstein um Spenden für einen guten Zweck. Die Idee, den Kölner Kreidekreis zu unterstützen, kam über den Kontakt zu Sabine von Klitzing zustande, hauptamtliche Referentin für Patenschaften im Verein.

Die Resonanz war überwältigend: Am ersten Freitag fanden sich rund 80 Gäste ein, am zweiten Termin etwas weniger – der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. Viele Besucher sangen begeistert mit, unter anderem bei Liedern von BAP und den Bläck Fööss. Sabine von Klitzing beschrieb die Atmosphäre als „phänomenal, wie in einem Irish Pub – nur auf Deutsch“.

In den Konzertpausen stellten von Klitzing und Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer die Arbeit des Kölner Kreidekreises vor und sammelten Spenden im Publikum. Mit großem Erfolg: An beiden Abenden kamen insgesamt über 1200 Euro zusammen. Auch der Wirt der Kneipe zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Abende. Aufgrund der positiven Resonanz denken alle Beteiligten bereits über eine Wiederholung im kommenden Jahr nach.

Die Benefizkonzerte haben eindrucksvoll gezeigt, wie Musik Menschen zusammenbringen und gleichzeitig Gutes bewirken kann – ein Gewinn für alle Teilnehmenden sowie insbesondere die Patenkinder des Kölner Kreidekreises.

Thomas Klemstein, sonst mit seiner Band Under Cover unplugged unterwegs, erfüllte sich mit den Solo-Konzerten in der Mondorfer Kneipe Op de Eck einen langgehegten Wunsch. Mit zwei Benefizkonzerten spielte der Musiker über 1200 Euro für den Kölner Kreidekreis ein.

KÖLNER KREIDEKREIS FEIERT 20-JÄHRIGES BESTEHEN

Jubiläumsempfang in Niederkassel-Uckendorf

Sein 20-jähriges Bestehen hat der Kölner Kreidekreis e. V. aus Niederkassel-Rheidt am 1. März mit einem großen Jubiläumsempfang in der Alten Schule Uckendorf gefeiert. Zum Auftakt brachte Sing Swing, der Frauenchor im Männer-Gesang-Verein (MGV) 1849 Rheidt, die über 80 Gäste mit einem Ständchen in Stimmung. Anschließend gratulierte Matthias Großgarten, Bürgermeister der Stadt Niederkassel, dem gemeinnützigen Verein zu seinem „ganz besonderen Jubiläum“. Er bedankte sich für „das Engagement, den sozialen Einsatz, die Menschlichkeit sowie das Schaffen einer guten Zukunft für viele Kinder“. Der Kölner Kreidekreis ist Träger der Freien Jugendhilfe und vermittelt Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Wohngruppen im Rheinland leben, ehrenamtliche Patinnen und Paten, die ihnen langfristig zuverlässig zur Seite stehen.

Matthias Großgarten, Bürgermeister der Stadt Niederkassel
Matthias Großgarten, Bürgermeister der Stadt Niederkassel, dankte dem Kölner Kreidekreis und seinen Patinnen und Paten für ihr soziales Engagement und ihre Menschlichkeit.

Video-Botschaft von Janine Kunze

In einer Video-Botschaft hob die Schauspielerin und Moderatorin Janine Kunze, seit kurzem neue Schirmherrin des Kölner Kreidekreises, die Leistung des Vereins und seiner zahlreichen Ehrenamtlichen hervor: „Die Patinnen und Paten zeigen den Kindern: Ich interessiere mich für dich. Du bist wichtig. Ich bleibe. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Diese Botschaft kann ein Leben verändern!“, betonte Kunze. „Ich danke euch von ganzem Herzen für euren Einsatz, für das, was ihr für diese Kinder tut. Nichts ist wichtiger, als Liebe zu geben und Liebe zu zeigen. Vielen, vielen Dank!“

Der Frauenchor Sing Swing sang zum Auftakt drei Lieder.

Podiumsdiskussion: Patin und Patenkind sind „eine Familie“

Es folgte eine Podiumsdiskussion, moderiert von Kreidekreis-Vorstand Dietmar Schnelle, in der die Wegbegleiter-Patin Corina Heger und die 25-jährige Tamara Welp aus ihrer langjährigen Patenschaft berichteten. „Wir sind inzwischen nicht mehr Patenkind und Patentante, sondern eher wie eine Familie“, befanden beide. Raimund Hamacher, Teamleiter einer interkulturellen Wohngruppe in Köln-Ostheim, ging auf die Vorteile einer Patenschaft für seine jungen Bewohner ein: „Die Begegnungen bedeuten unseren Jugendlichen sehr viel. Sie erleben in der Freizeit etwas, was andere nicht erleben. Sie haben jemanden außerhalb der Wohngruppe, den sie immer kontaktieren können“, sagte Hamacher. „Das gibt ihnen mehr Halt im Leben und eine Beziehungsperson, mit der sie künftige Herausforderungen im Leben gemeinsam meistern können.“

Vorstand Dietmar Schnelle (links) und Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer (rechts) überreichten Vereinsgründerin Edeltraud Preuß zum Dank für ihr Wirken und ihre Inspiration einen Geschenkekorb.

Ehrung für Vereinsgründerin Edeltraud Preuß

Vorstand Thomas Preuß blickte kurz zurück auf die Gründung des Kölner Kreidekreises durch Edeltraud Preuß und ihre Familie im Jahr 2006 sowie einige historische Meilensteine, insbesondere auf die zuletzt zahlreicher gewordenen Ehrenamtspreise und das Wachstum des Vereins. Aktuell zählt der Kölner Kreidekreis über 170 Mitglieder und betreut mehr als 60 Patenschaften. Vorstände und Geschäftsführung dankten Edeltraud Preuß für ihren langjährigen Einsatz und ihre Inspiration, die so vielen jungen Menschen geholfen habe. Als Zeitstrahl mit kurzen Texten und Fotos aufbereitet, hingen wichtige Momente der letzten 20 Jahre als großes Banner an der Wand.

Den musikalischen Schlusspunkt des Programms setzten Lea Hüttemann an der Querflöte und Felix Reckers an der Gitarre, unter anderem mit einer Komposition von Maurice Ravel.

Die Podiumsdiskussion wurde moderiert von Kreidekreis-Vorstand Dietmar Schnelle (rechts). Wegbegleiter-Patin Corina Heger (links) und die 25-jährige Tamara Welp berichteten aus ihrer langjährigen Patenschaft, Raimund Hamacher erläuterte die Bedeutung einer Patenschaft für die jugendlichen Bewohner seiner interkulturellen Wohngruppe. Felix Reckers und Lea Hüttemann aus Königswinter setzten den musikalischen Schlusspunkt des abwechslungsreichen Jubiläumsprogramms.

KÖLNER KREIDEKREIS GEWINNT JANINE KUNZE ALS SCHIRMHERRIN

Niederkassel/Köln, Januar 2026. Der Kölner Kreidekreis e. V. mit Sitz in Niederkassel-Rheidt hat die Schauspielerin und Moderatorin Janine Kunze als Schirmherrin für sich gewonnen. Der gemeinnützige Verein hat über 170 Mitglieder und wird am 11. Februar 20 Jahre alt. Er vermittelt langfristige Patenschaften für Kinder und Jugendliche, die im Rheinland in Wohngruppen („Kinderheimen“) leben und außerhalb ihrer Einrichtung keine erwachsene Vertrauensperson haben. Die ehrenamtlichen Wegbegleiter-Patinnen und -Paten treffen sich regelmäßig mit ihnen, verbringen gemeinsame Zeit und stehen ihnen langfristig zur Seite. Damit ersetzen sie ein Stück weit die Familien, zu denen die Kinder und Jugendlichen kaum oder gar keinen Kontakt mehr haben.

Kennengelernt hatten sich Janine Kunze und der Kölner Kreidekreis im September bei der Verleihung des Ehrenamtspreises „KölnEngagiert 2025“, mit dem der Verein ausgezeichnet wurde.

Die Übernahme der Schirmherrschaft begründet die Schauspielerin wie folgt: „Als ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal vom Kölner Kreidekreis gehört habe, hat mich vor allem eines sehr berührt: dass es hier nicht um kurzfristige Hilfe oder symbolische Aktionen geht, sondern um echte, langfristige Beziehungen. Kinder und Jugendliche, die in Heimen leben, werden dort gut betreut – nur eines fehlt vielen: eine verlässliche erwachsene Bezugsperson außerhalb des Systems der Jugendhilfe. Jemanden, der einfach da ist, Zeit schenkt, Interesse zeigt.“

Viele dieser Kinder machten schon früh die Erfahrung, dass Erwachsene kommen und wieder gehen: ihre Eltern, Erzieherinnen, Betreuer und Vormunde, betont Kunze. Oft müssten sie in ihrer Vita die Wohngruppe wechseln, hätten immer wieder neue Bezugspersonen. „Die Patinnen und Paten des Kölner Kreidekreises zeigen ihnen das Gegenteil: Ich bleibe. Ich interessiere mich für dich. Du bist wichtig. Diese Botschaft kann ein Leben verändern! Das Engagement des Kölner Kreidekreises und seiner Patinnen und Paten, die sich über viele Jahre etwa alle zwei Wochen mit ihren Patenkindern treffen, ist nachhaltig und unglaublich wertvoll. Deshalb habe ich die Schirmherrschaft sehr gerne übernommen!“, sagt die Kölnerin.

Aktuell sucht der Verein für rund 30 Kinder und Jugendliche ehrenamtliche Patinnen und Paten im Großraum Köln-Bonn.

Janine Kunze, Schauspielerin und Moderatorin
Janine Kunze, Schauspielerin und Moderatorin

„Das Engagement des Kölner Kreidekreises und seiner Patinnen und Paten, die sich über viele Jahre etwa alle zwei Wochen mit ihren Patenkindern treffen, ist nachhaltig und unglaublich wertvoll. Deshalb habe ich die Schirmherrschaft sehr gerne übernommen!“, sagt Janine Kunze. (Bild: Janine Kunze)

Janine Kunze (rechts) und ein Team des Kölner Kreidekreises hatten sich im September 2025 bei der Preisverleihung des Ehrenamtspreises „KölnEngagiert 2025“ im Historischen Rathaus der Stadt Köln kennengelernt. Im Bild steht Kunze neben den Vorständen Sabine Krieger (links) und Thomas Preuß sowie Kreidekreis-Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer (2. von links). (Bild: Peter Nierhoff)
Janine Kunze (rechts) mit Vorständen und Geschäftsführung des Kölner Kreidekreises

Janine Kunze (rechts) und ein Team des Kölner Kreidekreises hatten sich im September 2025 bei der Preisverleihung des Ehrenamtspreises „KölnEngagiert 2025“ im Historischen Rathaus der Stadt Köln kennengelernt. Im Bild steht Kunze neben den Vorständen Sabine Krieger (links) und Thomas Preuß sowie Kreidekreis-Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer (2. von links). (Bild: Peter Nierhoff)

BIKER FOR KIDS BONN RHEIN-SIEG SPENDEN DEM KÖLNER KREIDEKREIS

Am Abend des dritten Advents leuchtete es hell in der Talstraße in Niederkassel-Rheidt: Etwa 20 weihnachtlich geschmückte und bunt beleuchtete Motorräder waren gekommen, um uns zu beglücken. Es waren die Biker for Kids Bonn Rhein-Sieg, die bei ihrer Spendentour durch den Rhein-Sieg-Kreis nicht nur eine Einrichtung der Lebenshilfe, sondern auch den Kölner Kreidekreis bedachten. Dominik Wachter, Wohnhausleiter des „Hauses im Tal“, und Ute Wiedemeyer, Geschäftsführerin des Kölner Kreidekreis, freuten sich sehr und waren dankbar: Es ist klasse, dass Ihr so unterwegs seid! Danke, liebe Biker – und danke an Frank Nieß für das Foto!

Die Biker for Kids Bonn Rhein-Sieg sind seit vielen Jahren fest im Rhein-Sieg-Kreis unterwegs und engagieren sich für gute Zwecke. Über das ganze Jahr sammeln sie Spenden und besuchen in der Adventszeit – als Nikoläuse auf festlich geschmückten Motorrädern – Kinderheime und soziale Einrichtungen, um Kinder zu beschenken und die Häuser finanziell zu unterstützen.

IMHOFF-STIFTUNG EHRT KÖLNER KREIDEKREIS ALS BESSERMACHER

Sondeförderung von 5.000 Euro

Niederkassel/Köln, Dezember 2025. Der Kölner Kreidekreis e. V. mit Sitz in Niederkassel-Rheidt ist von der Imhoff-Stiftung als „Bessermacher“ für Köln gewürdigt worden. Die Ehrung ist mit einer Sonderförderung in Höhe von 5.000 Euro verbunden, die der Verein vollständig in seine Vermittlung von ehrenamtlichen Patenschaften für Heimkinder fließen lässt.

Anlass für die Bessermacher-Aktion war das 25-jährige Bestehen der Stiftung. „Das wollten wir würdig begehen“, erklärte die Stiftungs-Vorsitzende, Susanne Imhoff, bei der Preisverleihung am 4. Dezember im Historischen Rathaus. „Aber wir wollten nicht uns feiern, sondern die, für die unsere Stiftung seinerzeit gegründet wurde: diejenigen, die Köln besser machen!“ Insgesamt wurden 25 gemeinnützige Vereine ausgezeichnet. Über 600 Privatpersonen hatten der Stiftung 180 Vereine vorgeschlagen, die ihr Leben in Köln in den letzten Jahren bereichert haben. „Wir sind überwältigt von der Vielfalt, Tiefe und Menschlichkeit des Engagements, das uns in diesen Vorschlägen begegnet ist“, sagte Imhoff: „Diese 25 Vereine stehen stellvertretend für all jene, die Köln jeden Tag ein Stück besser machen. Für alle, die hinschauen, anpacken, gestalten und zusammenbringen.“

Der Zufall entscheidet: Drei von 25 Vereinen erhalten Extra-Förderung

Der Preisverleihung im Historischen Rathaus mit rund 300 Gästen war eine Einführung in den Festakt in kleiner Runde im Schokolodenmuseum wenige Tage zuvor vorausgegangen. Das Museum hatte der Schokoladen-Unternehmer Hans Imhoff bauen lassen. Hier hielten Geschäftsführerin Annette Imhoff und weitere Prominente der Stadt kurze Laudationes auf alle Bessermacher; es wurden Urkunden überreicht und große Glaskugeln mit den Namen der Vereine befüllt. Diese hingen dann beim Festakt im Rathaus vier Tage später anonym an einem künstlerischen „Weihnachtsbaum“ aus Holz. Als Höhepunkt der Veranstaltung griff ein Schreiner-Auszubildender per Zufall von den 25 Kugeln drei heraus, deren Bessermacher-Vereine zusätzlich zu den jeweils 5.000 Euro weitere 20.000 Euro erhielten.

Der Kölner Kreidekreis ist zwar nicht unter den drei extra geförderten Vereinen, was Vorstand Thomas Preuß aber nicht anficht: „Ich glaube, hier im Saal hätte jeder jedem diesen Bonus gegönnt“, sagte er. „Zumal wir in diesem Jahr zwei Ehrenamtspreise und nun die Bessermacher-Auszeichnung erhalten haben. Diese hohe Wertschätzung und die damit verbundenen Fördergelder machen uns unfassbar glücklich. Nichts davon hätten wir uns zu Anfang des Jahres träumen lassen!“

Das Kreidekreis-Team nach der Ehrung
Das Kreidekreis-Team nach der Ehrung durch die Imhoff-Stiftung
Weihnachtsmarkt in Köln
Blick vom Balkon des Historischen Rathauses auf den Weihnachtsmarkt
Vorstände des Kölner Kreidekreises
Dietmar Schnelle und Thomas Preuß aus dem Vorstand des Kölner Kreidekreises nahmen im Schokoladenmuseum die Urkunde und eine kunstvoll gegossene Schokoladentafel in Empfang