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AUSFLUG MIT PFERDEN

Reiten, striegeln, Hufeisen bemalen – und Ökosysteme im Glas selbst herstellen: Heimkinder verbringen mit ihren Wegbegleiter-Paten einen Tag mit Pferden

Ende Juni trafen sich etwa ein Dutzend Patenkinder und Paten unseres Vereins zu einem „Tag mit Pferden“ mit den Inhaberinnen Ursula Weishaupt und Thaїs Krings vom Therapiewerk Wermelskirchen. Dort lernten die Teilnehmer die Pferde kennen und machten sich beim Streicheln, Striegeln und Hufe-Auskratzen mit ihnen vertraut.

Beim anschließenden Spaziergang durchs Dorf, über die Felder und durch den Wald saßen manche Jugendlichen zunächst etwas unsicher im Sattel, andere waren schon „alte Hasen“, denen man ihre Reit-Erfahrung ansah. Die erwachsenen, ehrenamtlichen Wegbegleiter-Patinnen und -Paten liefen nebenher, führten die Pferde oder hielten die Hunde an der Leine.

Ausflug mit Pferden
Auf einer Pferdekoppel

Normalerweise treffen sich die Patenkinder, die außerhalb des Kinderheimes keinen zuverlässigen Familienanschluss mehr haben, mit ihren Paten etwa alle zwei Wochen im kleinen Kreis, um etwas Schönes zu unternehmen. Mehrmals im Jahr organisiert der Kölner Kreidekreis verschiedene größere Aktionen, bei denen sich mehrere Patenschafts-Tandems treffen und austauschen können.

Abgeschlossene Ökosysteme im Glas

Neben den tierischen Angeboten gab es eine Bastelaktion, bei der alle ein paar kleine Andenken an den Tag mit nach Hause nehmen durften: Es wurden Stofftaschen gebatikt, Hufeisen bemalt und Traumfänger gebastelt. Eine großartige Idee des Kreativteams um Thaїs Krings war die Herstellung von kleinen, abgeschlossenen Ökosystemen: Im nahegelegenen Wald wurden Stöckchen und Moos eingesammelt, die zusammen mit Sand, Pflanzgranulat und Kohle in Einweckgläser gefüllt wurden. Zum Schluss wurden vorsichtig kleine Sukkulenten eingesetzt und etwas Wasser eingegossen (Sukkulenten sind Pflanzen, die zum Beispiel in ihren Blättern besonders gut Wasser speichern können, wie Kakteen).

Dann wurden die Gläser verschlossen. Wenn alles gut geht, gedeihen die Sukkulenten viele Jahre in den Gläsern, ohne dass diese geöffnet werden müssen: Unter Lichteinwirkung können die Pflanzen Photosynthese betreiben und aus dem im Glas eingeschlossenen Wasser und Kohlendioxid Sauerstoff und Zuckermoleküle herstellen – also wachsen. Das Wasser verdunstet, schlägt sich am Glasrand nieder und „regnet“ wieder nach unten. Alles in allem eine tolle Aktion, die den Teilnehmern viele „Ahs“ und „Ohs“ entlockte.

HOHER BESUCH AUS DEM LANDTAG

Anfang Juni besuchte uns die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer in unserem Vereinsbüro in Niederkassel-Rheidt, um sich über unsere Projektarbeit zu informieren. Gebauer sitzt seit 2017 im Landtag von Nordrhein-Westfalen und ist „unsere“ Abgeordnete für Niederkassel, Troisdorf und Sankt Augustin-Menden. Im Düsseldorfer Landtag ist sie ordentliches Mitglied in den Ausschüssen für Kinder, Familie und Integration sowie Arbeit, Gesundheit und Soziales. Im Gruppenbild steht Gebauer als Zweite von rechts neben den drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Kölner Kreidekreises.

Die Familienpolitikerin zog ein positives Resümee ihres Besuchs und kündigte an, unsere Arbeit unter anderem im Jugendhilfeausschuss Troisdorf vorzustellen: „Der Kölner Kreidekreis unterstützt Kinder, die in Heimen leben, durch die Wegbegleiter-Patenschaften auf einmalige Weise. Die Vermittlung einer festen Bezugsperson hat einen enormen Wert für die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes. Herzlichen Dank an die Paten und das Team des Kölner Kreidekreises für ihr wichtiges Engagement.“

CROWDFUNDING FÜR WAS GUTES

Der Kölner Verein Was Gutes e. V. will auch in diesem Jahr wieder einen Wettbewerb ausschreiben und hat dafür ein Crowdfunding gestartet. Im vergangenen Jahr lief der Wettbewerb im Rhein-Sieg-Kreis; der Kölner Kreidekreis war einer der beiden Sieger. Unser Gewinn war ein professioneller Film (hier und auf unserer Startseite verlinkt) über unsere Arbeit.

2023 will Was Gutes soziale Projekte und Initiativen fördern, die in Köln Gutes tun und sich vor Ort ehrenamtlich engagieren – und zwar wieder, indem der Verein die Gewinner-Projekte bei der medialen und öffentlichen Darstellung unterstützt.

Die kreativen Köpfe hinter Was Gutes arbeiten ehrenamtlich; trotzdem entstehen bei dieser Projektarbeit immer auch Kosten über die ehrenamtlich erbrachte Zeit hinaus. Um auch dieses Jahr wieder Projekte mit seiner Arbeit unterstützen zu können, hat Was Gutes kürzlich ein Crowdfunding gestartet. Bis zum 30. April 2023 hat der Verein nun Zeit, um die Spendensumme von 2000 Euro zu erreichen. Wird die Summe nicht erreicht, erhält Was Gutes auch kein Geld aus dieser Aktion.

Wer mehr über Was Gutes e. V. und den diesjährigen Wettbewerb erfahren oder (vielleicht und vor allem auch) spenden möchte, findet hier die nötigen Infos und die aktuelle Spendensumme:

Was-Gutes-Wettbewerb für Kölner Initiativen