Kölner Kreidekreis e.V. ernennt Edeltraud Preuß zum Ehrenmitglied

Höchste Ehrung für die 1. Vorsitzende und Gründerin des Vereins

Niederkassel, den 30.11.2018. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Kölner Kreidekreises am 23.11.2018 im Eltzhof, Porz-Wahn, wählten die Anwesenden einstimmig die 1. Vorsitzende und Gründerin Edeltraud Preuß zum Ehrenmitglied. Das Motto des Trägers der freien Jugendhilfe, „Kein Kind allein“, hat Preuß zu ihrem Lebensmotto gemacht. Unermüdlich setzt sie sich für das Wohl von Heimkindern ohne Elternkontakt ein, indem sie erwachsene Wegbegleiter-Paten für sie findet. Dabei unterstützen Preuß längst zahlreiche Engagierte. Wieder einmal wurde das Bestreben der Vorsitzenden im Jahr 2018 von Erfolg gekrönt, dieses Mal in besonderer Größenordnung: Durch eine Förderung der Aktion Mensch stehen dem Kölner Kreidekreis nun zwei hauptamtliche Arbeitskräfte zur Verfügung. Diese werden in den nächsten drei Jahren die amtierenden sowie möglichst viele neue Wegbegleiter-Paten intensiv professionalisieren und betreuen. Höchste Zeit, Preuß‘ Engagement durch eine Ehrenmitgliedschaft auszuzeichnen!

Edeltraud Preuß, Gründerin und jetzt Ehrenmitglied des Kölner Kreidekreis e.V.

Vorstandsmitglied brachte Antrag ein

Das fand auch Vorstandsmitglied Jens Hämmerling, der den Antrag einbrachte. Aus der Begründung: „Aus meiner Beobachtung hat sie einen Zeiteinsatz geleistet, der weit über ein durchschnittliches ehrenamtliches Engagement hinausgeht. Auch materiell hat sie den Kreidekreis großzügig unterstützt.“ Dieser Einsatz wurde unter anderem mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen (2015) und dem WDR-Preis für Kinderrechte (2014) gewürdigt.

Menschen, die etwas bewegen in der Region: Edeltraud Preuß gehört definitiv dazu. Vor 12 Jahren gründete sie den Kölner Kreidekreis e.V. Dazu animierten sie ihre beruflichen Erfahrungen in der Jugendhilfe und im Bereich der Vormundschaft: Immer wieder lernte sie in NRWs Heimen Kinder kennen, die keinerlei Kontakt zu ihren Eltern haben. Das bedeutet im Großen Beziehungsabbrüche, traumatische Erfahrungen, massiven Einfluss auf die Persönlichkeit des Kindes. Im Alltag bedeutet es Frust und Einsamkeit: Wenn am Wochenende die anderen Kinder der Einrichtung von Verwandten abgeholt werden und dann aufgekratzt und redselig zurückkehren, bleiben diese Kinder und Jugendlichen allein zurück.

Konzept gegen Frust und Einsamkeit

Preuß hat als Antwort darauf ein erfolgreiches Konzept entwickelt: Erwachsene Ehrenamtliche bieten jeweils einem Kind/Jugendlichen eine Anlaufstelle außerhalb des Heims. Sie holen ihr Patenkind zu regelmäßigen Unternehmungen ab, leben Alltag außerhalb des Heims mit ihm, hören ihm zu, unterstützen es, machen es fit für die Zukunft außerhalb der Jugendhilfe. Wie sehr dies die Resilienz, die psychische Widerstandsfähigkeit, stärken und Biografien zum Guten wenden kann, ist längst bekannt. So schreibt der Deutsche Kinderschutzbund: „Ein Kind mit ungünstigen Entwicklungsbedingungen sowie in widrigen Lebensumständen kann sich gut entwickeln, wenn es (…) mindestens eine kontinuierlich präsente Bezugsperson hat, die“ – und genau das ist die Aufgabe der Wegbegleiter-Paten – „es als Persönlichkeit annimmt, wertschätzt und die sich dem Kind als Vorbild für die Entwicklung eigener Lebensperspektiven anbietet.“

12 Jahre zum Wohle des Kindes – etliche Kinder, Jugendliche, Erwachsene sind um zahlreiche wertvolle Erfahrungen reicher und gratulieren mit dem Verein zur Ernennung zum Ehrenmitglied!

((Anm. der Red.: Zitat Deutscher Kinderschutzbund: Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. (Hrsg.): Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Elternbildungsprogramms Starke Eltern – Starke Kinder®, Berlin 2011))

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