Archiv der Kategorie: Presse

Pressebereich des Kölner Kreidekreis e.V.
Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen

KOSTENLOSER WORKSHOP ZU FINANZEN UND WOHNEN AM 10. MAI IN KÖLN

Am 10. Mai bieten wir zum ersten Mal einen Workshop zum großen Themenfeld Finanzen und erste eigene Wohnung an: Was kostet das Leben, wenn man sich selbst um alles kümmern muss? Wie (und wieso) sollte man sein Budget im Blick haben – also wissen, wie viel Geld man jeden Monat auf das Konto bekommt und wofür man es ausgeben kann. Was passiert, wenn ich Rechnungen nicht bezahle? Wie funktioniert ein Girokonto und wieso wird es auf einmal so teuer, wenn ich ins Minus komme?

Dann: Wie finde ich eine Wohnung? Welche Rechte und Pflichten habe ich als Mieter? Was steht im Mietvertrag, was ist eine Kaution, was der Unterschied zwischen Kalt- und Warmmiete? Wo kann ich Wohngeld beantragen? Darf ich laute Partys in meiner Wohnung feiern und was passiert, wenn ich etwas kaputtmache?

Die Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen erarbeiten unsere Teilnehmer*innen in diesem neuen Workshop, den wir zusammen mit der Verbraucherzentrale NRW kostenlos anbieten.

Der Workshop richtet sich insbesondere an sogenannte Careleaver, das sind junge Menschen, die in einem Kinderheim wohnen oder aufgewachsen sind und ihre Wohngruppe gerade verlassen haben oder bald verlassen müssen. Ihnen wollen wir den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern: durch Patenschaften mit ehrenamtlichen Wegbegleitern und Wegbegleiterinnen sowie durch gemeinsame Aktionen und Workshops, die wir für die jungen Menschen anbieten.

Wir planen aktuell weitere Workshops, und zwar zu den Themen Bewerbung/Ausbildung/Jobsuche, Haushalt/Energie sowie Gesundheit/Hobbys.

Workshop Finanzen und Wohnen:

WANN: Freitag, 10. Mai 2024, 13.00 bis circa 18 Uhr

WO: Bürgerzentrum Engelshof, Oberstraße 96, 51149 Köln (Porz-Westhoven)

ZIELGRUPPE: Careleaver im Alter von 16-27 Jahren

DAS SOLLTEST DU MITBRINGEN: Interesse, gute Laune

PAUSENSNACK: Wir bestellen in der Pause Pizza oder Pasta. Getränke stehen auch bereit.

Anmeldung bitte bis 8. April 2024 per E-Mail an info@koelnerkreidekreis.de. Rückfragen beantwortet unsere Projektleiterin Elena Stuffer unter 02208/911705.

NEUER VORSTAND IM KÖLNER KREIDEKREIS

Die Mitgliederversammlung des Kölner Kreidekreises hat am 24. November einen neuen Vorstand gewählt. Für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt wurden Thomas Preuß als Vorsitzender sowie Sabine Krieger als Kassenwartin. Neu in den Vorstand gewählt wurde Dietmar Schnelle als stellvertretender Vorsitzender (links im Bild). Angela Daloiso, bisherige stellvertretende Vorsitzende, hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

10.000 EURO VON PFLEGE-INVESTOREN

Kölner Kreidekreis erhält eine der größten Einzelspenden seiner Geschichte

Niederkassel, September 2023. Der Kölner Kreidekreis hat von der SWP Seniorenwohnbauprojekte GmbH aus Hilden eine der größten Einzelspenden seiner Geschichte erhalten: Die SWP-Geschäftsleitung übergab dem Verein an dessen Stammsitz in Niederkassel-Rheidt Anfang September einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro.

Ute Wiedemeyer, Geschäftsführerin des Kölner Kreidekreises, zeigte sich höchst erfreut: „Diese Spende fließt direkt in die Vermittlung von Patenschaften für Heimkinder im Rheinland“, betonte sie. Die vom Kreidekreis aktuell betreuten Kinder lebten in Wohngruppen etwa in Düsseldorf und Hilden, in Leverkusen, Bergisch Gladbach und Köln, in Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und angrenzenden Städten, bis hin in die Eifel und ins Ruhrgebiet. „Auch die ehrenamtlichen Patinnen und Paten kommen aus dieser Region“, erklärt Wiedemeyer. „Dadurch ist sichergestellt, dass sie ihre Patenkinder ohne größeren Aufwand etwa alle zwei Wochen treffen können.“ Nur so könnten vertrauensvolle Beziehungen wachsen.

„Wir wollten etwas Gutes für jüngere Kinder tun, die in der Gesellschaft ein Stück weit auf der Strecke geblieben sind; und unsere Spende sollte in der Region bleiben. Beim Kölner Kreidekreis wissen wir, wohin das Geld geht“, begründeten Stephanie Rosenthal-Strepp und Sven Rosenthal die Wahl. Die beiden bilden das Geschäftsleitungsteam der Investorengesellschaft SWP Seniorenwohnbauprojekte GmbH. „Wir entwickeln und realisieren nachhaltige Pflege- und Wohnimmobilien für die ältere Generation“, umreißt Sven Rosenthal die Arbeit des Unternehmens.

SWP hat im Sommer auf dem Fachkongress Expo Living & Care in Berlin einen Preis in Höhe von 5000 Euro für den Investor des Jahres 2023 in der Pflegewirtschaft erhalten. Die Geschwister Rosenthal verdoppelten die Summe und spendeten sie nun dem Kölner Kreidekreis.

Neben dem Preis für Investoren wurde auf der Expo Living & Care auch der Award für die besten Betreiber des Jahres vergeben. Beide Awards werden jährlich von dem Redaktionsteam der Fachzeitschrift Care Invest und dem Kölner Beratungs- und Maklerunternehmen Terranus GmbH verliehen und sind mit jeweils 5000 Euro dotiert, die wiederum von Terranus gestiftet werden.

Scheckübergabe durch SWP an Kölner Kreidekreis
Pressefoto (zum Download klicken Sie bitte auf das Foto): Scheckübergabe in Rheidt: Die Spender Sven Rosenthal, links, und Stephanie Rosenthal-Strepp, rechts, mit Terranus-Geschäftsführer Markus Bienentreu und Kreidekreis-Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer. (Foto: Kölner Kreidekreis)

Wer an den Kölner Kreidekreis spenden möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun: IBAN: DE49 4306 0967 4017 8866 00. Die Spendenquittung kommt unaufgefordert, wenn Sie Ihre Adresse angeben.

Den Text der Presseinformation können Sie hier als RTF-Datei herunterladen.

AKTION MENSCH FÖRDERT NEUES CARELEAVER-PROJEKT FÜR FÜNF JAHRE

Die Aktion Mensch fördert das neue „Careleaver“-Projekt des Kölner Kreidekreises mit 300.000 Euro über fünf Jahre. In dem Projekt knüpft der Verein Patenschaften zwischen Careleavern und ehrenamtlich tätigen Erwachsenen als Patinnen und Paten. Careleaver sind junge Menschen, die mit der Volljährigkeit das System der Kinder- und Jugendhilfe verlassen müssen. Sie stehen vor der Herausforderung, sich beim Weg in die Selbstständigkeit nicht auf den Rückhalt einer Familie oder anderer Vertrauensmenschen stützen zu können.

Die Aktion Mensch fördert fünf Jahre lang mit 60.000 Euro jährlich, in Summe bis zu 300.000 Euro, das neue Patenschaftsprojekt des Kölner Kreidekreises e. V.: die Anbahnung, Vermittlung und Begleitung von Patenschaften zwischen „Careleavern“ und ehrenamtlich tätigen Erwachsenen als Patinnen oder Paten.

„Careleaver sind junge Menschen im Alter von etwa 16 bis 27 Jahren, die in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe leben und diese mit der Volljährigkeit verlassen und einen eigenen Haushalt gründen müssen“, erläutert der Vorstandsvorsitzende des Kölner Kreidekreises, Thomas Preuß. „Sie haben in ihrer Kernfamilie und im Freundeskreis zumeist keinen Rückhalt, der sie dabei unterstützt.“ Careleavern fehlten in der Regel erwachsene Ansprechpartner außerhalb des Systems der Jugendhilfe, die ihnen bei dem Weg in die Selbstständigkeit vertrauensvoll und zuverlässig zur Seite stünden. „Die Strukturen der Jugendhilfe haben den jungen Menschen viele Jahre lang Halt gegeben“, weiß Preuß. „Nun aber müssen sie sie verlassen und sich ein Leben in Eigenverantwortung aufbauen. Vor dieser Herausforderung stehen viele Careleaver weitgehend allein.“

+++ Paten sollen bei Wohnungseinrichtung, Jobsuche oder Formularen helfen

Bei dem Schritt in die Selbstständigkeit will der Kölner Kreidekreis nun mithilfe der Projektfinanzierung durch die Aktion Mensch möglichst viele Careleaver im Rheinland unterstützen. „Dafür suchen wir Patinnen und Paten, die wir in mehrteiligen Seminaren ausbilden und dann mit Careleavern zusammenbringen werden“, sagt Preuß. „Ganz ähnlich also, wie wir es seit 2006 schon für Kinder und Jugendliche anbieten.“ Die Patenschaften würden auch nach der Vermittlung zeitlich unbefristet professionell vom Verein begleitet.

Die Paten sollen den Careleavern Gesprächspartner sein, ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen: zum Beispiel bei der Wohnungseinrichtung oder der Jobsuche helfen, mit ihnen Anträge durchackern. „Vielfach reicht es auch schon, den Careleavern ein Vorbild zu sein, an denen sie ihre Lebensgestaltung orientieren können“, meint der Kreidekreis-Vorstand. Der Vertrauensmensch solle vor allem Ansprechpartner und Anker sein. Ein Stück weit könnten die Patinnen und Paten als Ersatz für eine Familie gesehen werden, denn sie übernähmen zahlreiche Funktionen, die in behüteten Familien den Eltern oder Geschwistern zufielen, betont Thomas Preuß.

+++ Einsamkeit fördert Ängste

Der 23-jährige Lukas Dreesbach aus Königswinter ist selbst Careleaver und stimmt dem Kreidekreis-Vorstand zu: „Ich denke, neben dem stigmatisierenden Image des ‚Heimes‘ ist die Einsamkeit für viele Careleaver eines der größten Probleme. Deshalb finde ich das Angebot des Kölner Kreidekreises so toll, den Careleavern über Patenschaften Vertrauenspersonen an die Seite zu stellen, die für einen da sind!“ Einige Careleaver hätten ein ziemliches Redebedürfnis, wenn sie die Jugendhilfe verlassen müssten, meint Dreesbach: „In der eigenen Wohnung sind sie meistens allein, haben oft niemanden mehr. Das fördert natürlich Ängste.“ Viele Careleaver täten sich aufgrund ihrer Erfahrungen schwer, jemand anders zu vertrauen. „Einige driften auch in Depressionen ab – oder bekommen noch schlimmere Probleme.“ Dreesbach vertritt die Regionalgruppe Nordrhein-Westfalen des Careleaver e. V., mit der der Kölner Kreidekreis in dem neuen Projekt eng zusammenarbeitet.

+++ Wirkungskreis Großraum Köln-Bonn-Düsseldorf

„In den nächsten Monaten werden wir uns gemeinsam intensiv damit beschäftigen, welche fachliche Unterstützung erforderlich ist und wie wir sie anbieten können – sowohl für unsere potenziellen Patinnen und Paten als auch für die Careleaver“, kündigte der Kreidekreis-Vorsitzende an. Dazu gehörten zum Beispiel spezielle Workshops zur Haushaltsführung, zu Finanzen, zum Thema Recht oder zur Ausbildung und Jobsuche. „Unsere Vision ist es, den jungen Menschen über eine nicht-familiäre, alternative Bindung bessere Startbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, betont Thomas Preuß.

Der Kölner Kreidekreis ist mit seinem Angebot vorwiegend im Großraum Köln-Bonn tätig, mit Schwerpunkten im Rhein-Sieg-Kreis und dem Oberbergischen Kreis. Dabei reicht der Wirkungskreis inzwischen im Norden bis Hilden und Düsseldorf.

In einem Interview, das hier verlinkt ist, erzählt Careleaver Lukas Dreesbach, was Careleaver brauchen und was sie fürchten – und wie die Gesellschaft ihnen helfen kann.

„DIE EINSAMKEIT IST FÜR CARELEAVER EINES DER GRÖSSTEN PROBLEME.“

Lukas Dreesbach ist Careleaver und Ansprechpartner der Regionalgruppe NRW des Careleaver e.V., mit dem der Kölner Kreidekreis im neuen Projekt der Aktion Mensch kooperiert. Was Careleaver brauchen und welche Träume er hat, erzählt er in unserem Interview. (Careleaver sind junge Menschen im Alter von etwa 16 bis 27 Jahren, die in einem „Kinderheim“ gelebt haben und mit der Volljährigkeit die Kinder- und Jugendhilfe verlassen müssen, um auf eigenen Beinen zu stehen.)

Stell bitte einmal kurz Euren Verein vor.

Lukas Dreesbach: Der Careleaver e. V. ist eine selbstorganisierte Interessenvertretung von Careleavern für Careleaver. Wir bieten unseren Mitgliedern ein Netzwerk für den Austausch untereinander – und sind politisch aktiv. So erstellen wir zu bestimmten Themen Positionspapiere, sind in Anhörungen und Ausschüssen vertreten. Damit wollen wir das Bild von Careleavern in der Öffentlichkeit positiv verändern und Careleavern den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern.

Du wirst bald 24 und lebst seit einigen Jahren in einer eigenen Wohnung. Wann und warum bist Du seinerzeit in ein „Heim“ gekommen?

Ich bin eigentlich gut behütet in einem Dorf am Rande des Siebengebirges aufgewachsen. Meine Eltern waren beide schwer krank und konnten sich mit dem Fortschritt ihrer Krankheiten immer weniger um mich kümmern. Auf der anderen Seite bekam ich Probleme in der Schule durch mein auffälliges soziales und pubertierendes Verhalten. Ich erinnere mich heute noch an einen Kommentar meiner Kunstlehrerin in der vierten Klasse: „Das Bild ist so hässlich, das kannst du nicht einmal auf der Toilette aufhängen.“ Daraufhin habe ich mit Farbtöpfen um mich geworfen und bin weggerannt. Diese Probleme zogen sich dann weiter bis in die fünfte Klasse der Realschule.

… und dann kam sicher irgendwann das Jugendamt?

Ich weiß nicht mehr genau, wie es ablief. Mit elf Jahren kam ich für ein halbes Jahr in eine Tagesklinik, danach war ich von Montag bis Freitag, für fünf Jahre, in einer Intensivgruppe auf dem Venusberg. Später kam ich in eine Wohngruppe in Königswinter, dort war ich insgesamt drei Jahre. Heute habe ich eine eigene kleine Wohnung, die nur ein paar Schritte entfernt von meiner alten Einrichtung liegt.

Wie wurdest Du auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet?

Im Prinzip wurde ich in jeder Einrichtung unterstützt, jede pädagogische Fachkraft hat mich auf ihre Weise geprägt. Ich hatte zum Beispiel mal eine Betreuerin, die sehr autoritär war, aber immer an mich geglaubt hat. Sie wusste auch in kritischen Momenten immer, wie sie mit mir umzugehen hatte. Und sie hat mir erst meinen Humor beigebracht.

Eine große Unterstützung während des Übergangs in meine erste eigene Wohnung war meine letzte Bezugsbetreuerin. Sie hat mir bei der Wohnungseinrichtung geholfen, mit den Möbeln und dem WLAN und mir erklärt, wie ich meine Ablage zu organisieren habe: dass man Bankauszüge und Briefe von Behörden abheften muss zum Beispiel. Sie kam noch eine ganze Weile regelmäßig vorbei und hat mich immer ernstgenommen. Ich hatte echt großes Glück mit ihr.

Wurdest Du auch von Deiner Familie unterstützt, habt Ihr noch Kontakt?

Meine Eltern, vor allem meine Mutter, waren immer für mich da. Ich wollte sie damals aber nicht allzu sehr mit meinen Problemen belasten, da sie ja genügend eigene hatten. Meine Mutter ist inzwischen gestorben, mein Vater lebt heute in einem Pflegeheim. Aber mein Patenonkel und seine Familie, meine Großmutter, Patentante und auch ein paar Freunde haben mich immer unterstützt.

Was hat Dir in Deiner Kindheit am meisten gefehlt?

Klingt komisch, aber ich hätte gern einen kleinen Bruder gehabt. Keine Ahnung wieso. Mir fehlte auch immer eine richtige Jungen-Peergroup. Ich wurde aufgrund meines Aussehens und meiner Biografie oft gemobbt und ausgegrenzt. In der Grundschulzeit hatte ich nur einen richtigen Freund, bei dem ich immer willkommen war. Leider konnte ich diese Freundschaft erst Jahre später wertschätzen.

Und was fehlt Dir jetzt?

Meine Mutter fehlt mir schon noch. Und in meiner eigenen Wohnung fühle mich öfters mal einsam. Das Leben in den Einrichtungen empfand ich als recht turbulent, wie in einer großen Patchwork-Familie. Das war manchmal anstrengend, aber es gab natürlich auch lustige und schöne Momente. Mein schönstes Erlebnis war, als ich beim 1. FC Köln mit einlaufen durfte. Ich denke, neben dem stigmatisierenden Image des „Heimes“ ist die Einsamkeit für viele Careleaver eines der größten Probleme. Deshalb finde ich das Angebot des Kölner Kreidekreises so toll, den Careleavern über Patenschaften Vertrauenspersonen an die Seite zu stellen!

Du meinst, einfach jemanden, der mal zuhört?

Vor allem jemand, der für einen da ist. Einige Careleaver haben ein ziemliches Redebedürfnis, wenn sie die Jugendhilfe verlassen müssen. In der eigenen Wohnung sind sie meistens allein, haben oft niemanden mehr. Das fördert natürlich Ängste. Viele Careleaver tun sich aufgrund ihrer Erfahrungen auch schwer, jemandem zu vertrauen. Sie driften dann in Depressionen ab – oder kriegen noch schlimmere Probleme.

Wie sollten denn die Menschen sein, um Careleavern eine Stütze zu sein?

Die jüngeren Menschen brauchen meiner Meinung nach vor allem Familienfiguren zur Identifikation, wie Mutter, Vater, Onkel oder Tante. Eine starke Schulter zum Anlehnen; jemanden, der sie fördert, ihnen beisteht, zuhört. Die Älteren brauchen vor allem Gleichaltrige, die sie verstehen. So nach dem Buddy-Prinzip …

Das ist eine Art der gegenseitigen Absicherung, die man aus der ärztlichen Ausbildung oder vom Sporttauchen her kennt …

Es ist einfach gut, immer einen zuverlässigen Begleiter an seiner Seite zu haben, einen „Buddy“ eben. Durch das neue Projekt ergänzt der Kreidekreis die bisherigen gesellschaftlichen Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sehr gut. Denn für die jungen Menschen, die sich im Übergang zur Selbstständigkeit befinden, wird noch viel zu wenig getan.

Inzwischen hast Du selbst eine Ausbildung zum Kinderpfleger gemacht und nun den Erzieher draufgesattelt. Kinder liegen Dir also selbst am Herzen?

Absolut. Kinder sind unsere Zukunft. Natürlich hat mich meine eigene Biografie beruflich geprägt. Ich versuche immer, Kinder so zu nehmen, wie sie sind, und die positiven Seiten zu sehen. Jedes Kind hat seine Biografie, die versuche ich zu verstehen und zu begleiten. Ich möchte, dass sie zu zuversichtlichen, selbstständigen und selbstbewussten Menschen werden.

Was war Dein schönstes Erlebnis in der Kita?

Das war ein Junge aus der Gruppe der Vorschulkinder. Ich war noch gar nicht lange da, aber als alle Kinder gefragt wurden, mit wem sie am liebsten ihre Schultüte basteln wollten, hat er gesagt: „Mit Lukas!“ Das hat mich sehr berührt.

Im Übrigen muss ich mich auch bei der Kitaleitung und dem ganzen Team bedanken, bei dem ich mein FSJ und jetzt das Anerkennungsjahr als Erzieher absolviert habe beziehungsweise absolviere. Dort haben mich alle in meinem beruflichen Werdegang immer super unterstützt.

Wovon träumst Du?

Träume habe ich viele, vor allem drei Dinge: Erstens wünsche ich mir ein glückliches Leben mit einer eigenen Familie und Kindern. Zweitens will ich auf jeden Fall eines Tages alle 47 Länder Europas bereist haben. 31 habe ich schon. Und drittens will ich einen Tanzkurs machen, ich tanze total gern. Cha-Cha, Walzer, Discofox … Für einen Kurs fehlt mir momentan leider eine Tanzpartnerin. Aber vielleicht klappt es ja noch, und dann sieht man mich eines Tages bei „Let’s Dance“ (grinst)!

Was ist dein Appell an unsere Leserinnen und Leser?

Die Gesellschaft sollte mehr Verständnis für unsere Biografien aufbringen. Menschen sollten sich grundsätzlich mehr Zeit füreinander nehmen, um sich gegenseitig ihre Geschichten zu erzählen und sie anzuhören – und diese auch zu akzeptieren. Ich denke, das würde manches Handeln erklären und könnte viele Probleme lösen. 

Vielen Dank für Dein offenes Gespräch, lieber Lukas!

WUNSCHBAUMAKTION ZUR WEIHNACHTSZEIT

Für Redaktionen: Hier finden Sie das RTF zum Download und
hier das PDF mit Bildübersicht. Die Bilder können Sie sich mit „rechtem Mausklick“ herunterladen oder in noch höherer Auflösung bei uns per E-Mail anfragen.

Kölner Kreidekreis und OBI erfüllen über 200 Kinderwünsche

Niederkassel/Köln, Dezember 2022. Der Kölner Kreidekreis e. V. und die Baumarktkette OBI machen vor Weihnachten über 200 Kinder und Jugendliche im Rheinland glücklich. Die jungen Menschen leben in Wohngruppen im Einzugsgebiet des Vereins, das von der Eifel bis ins Bergische Land, von Königswinter bis Düsseldorf reicht. Viele haben außerhalb ihrer Einrichtung keinen verlässlichen Kontakt zu Erwachsenen. Kindern wie diesen vermittelt der Kölner Kreidekreis erwachsene Wegbegleiter-Patinnen und -Paten, die mit ihnen etwas unternehmen und ihnen zuverlässig und langfristig zur Seite stehen.

Der Kölner Kreidekreis und OBI kooperieren im Rahmen eines Wunschbaumprojekts zur Weihnachtszeit. Über 200 Kinder und Jugendliche, die in der Region in Wohngruppen leben, haben bunte Wunschkarten gestaltet, die hier im Bild noch am Baum hängen. OBI-Beschäftigte erfüllen die Wünsche, der Kreidekreis verteilt die Geschenke. Im Bild halblinks Christian von Hegel, Managing Director Brand & Communication bei OBI; neben ihm Thomas Preuß, Vorsitzender des Kölner Kreidekreis. Außerdem im Bild die OBI- und Kreidekreis-Kolleginnen Jana Falk, Elena Stuffer, Johanna Gerlach, Ute Wiedemeyer und Sabine von Klitzing (von links) sowie der OBI-Biber. (Foto: OBI/Kölner Kreidekreis)

Für die vorweihnachtliche Aktion haben OBI und der Kreidekreis zwei Wunschbäume an den OBI-Zentralstandorten in Köln und Wermelskirchen mit Wunschkarten bestückt. Diese waren von den Patenkindern des Kölner Kreidekreises und weiteren Kindern und Jugendlichen aus ihren Wohngruppen bunt gestaltet worden: „Wir haben 219 sehr kreativ bemalte und beklebte Karten zurückerhalten“, berichtet Thomas Preuß, der Vorsitzende des Kölner Kreidekreises. Viele Kinder hätten sich auf den Karten schon im Voraus für die Geschenkeaktion bedankt und allen Beteiligten frohe Weihnachten gewünscht. „Einige der schönsten Karten haben wir bereits auf unsere Homepage gestellt, natürlich mit Erlaubnis der jungen Künstlerinnen und Künstler“, ergänzt Preuß.

+++ Sehr gute Resonanz in der OBI-Belegschaft

Die Karten hingen bis Ende November an den Wunschbäumen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OBI-Zentralen waren aufgerufen, sich jeweils eine Karte auszusuchen und den darauf eingetragenen Wunsch zu erfüllen. „Innerhalb kürzester Zeit hatten unsere Mitarbeitenden an den beiden Standorten Köln und Wermelskirchen alle Wunschzettel von den Wunschweihnachtsbäumen abgenommen, um allen beteiligten Kindern eine Freude zu machen“, sagt Christian von Hegel, Managing Director Brand & Communication bei OBI. Die gute Resonanz habe ihn sehr gefreut: „Hilfsbereitschaft wird in der OBI-Belegschaft seit jeher groß geschrieben. Deswegen hat es mich auch nicht überrascht, dass die Initiative für das Wunschbaumprojekt aus der Mitarbeiterschaft selbst gekommen ist.“ Gleichzeitig sei es beeindruckend zu sehen, wie gut die Aktion standort- und abteilungsübergreifend angenommen worden sei. Das Team des Kölner Kreidekreises wird in den Tagen vor Weihnachten nun die kooperierenden Einrichtungen der stationären Jugendhilfe besuchen und die Geschenke verteilen.

+++ Zusätzliche Geldspende

OBI unterstützt die Patenschaftsvermittlung des Kölner Kreidekreises darüber hinaus mit einer Spende. Kreidekreis-Vorstand Thomas Preuß freut sich über die auf mehreren Ebenen ausgedrückte Wertschätzung des Unternehmens: „Unser gesamter Vorstand und auch alle unsere Paten und Patinnen sind ausschließlich ehrenamtlich tätig. Aber die Vermittlung und professionelle Begleitung der Patenschaften stützen wir auf hauptamtliche Mitarbeiterinnen sowie externe Honorarkräfte. Dafür sind wir auf Spenden und Fördergelder angewiesen.“

So würden Menschen, die an einer Wegbegleiter-Patenschaft interessiert sind, in zweiteiligen Seminaren auf ihre wichtige gesellschaftliche Aufgabe vorbereitet. „Außerdem bieten wir ihnen während der gesamten Patenschaft regelmäßige Beratungsgespräche sowie professionelle Supervisionen an“, sagt Thomas Preuß. OBI trage mit seiner großzügigen Spende dazu bei, dass der Kölner Kreidekreis auch 2023 Patenschaften vermitteln und möglichst vielen Kindern Wegbegleiter an die Seite stellen könne.

Weitere Informationen: www.koelner-kreidekreis.de

Wer seinerseits ebenfalls an den Kölner Kreidekreis spenden möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun: IBAN: DE49 4306 0967 4017 8866 00. Die Spendenquittung kommt unaufgefordert, wenn die Spendenden ihre Adresse angeben.

Eine Obi-Mitarbeiterin mit einer der über 200 Wunschkarten, die von Kindern und Jugendlichen aus Kinderheimen im Großraum Köln-Bonn kreativ gestaltet wurden. Viele von ihnen haben sich schon auf den Karten im Voraus für die Geschenkeaktion bedankt und allen Beteiligten frohe Weihnachten gewünscht. (Foto: OBI/Kölner Kreidekreis)

Über den Kölner Kreidekreis e. V.

Der Verein vermittelt Kindern und Jugendlichen, die in Wohngruppen in Köln, Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Rheinisch-Bergischen Kreis – und zum Teil darüber hinaus – leben, erwachsene Wegbegleiter, die ihnen als Patinnen und Paten zur Seite stehen. Zuverlässig und langfristig. Sie bringen ihnen Respekt und Achtung entgegen, schenken Zeit, Aufmerksamkeit und gemeinsame Erlebnisse. Der Kölner Kreidekreis schafft auf professionelle Weise die Rahmenbedingungen für die Patenschaften. Diese bieten Kindern und Jugendlichen, die bislang keine verlässliche Beziehung zu Erwachsenden außerhalb der Einrichtung haben, genau diese. Der Verein koordiniert alle Beteiligten: Heimleitungen, Erzieherinnen, Vormünder, Jugendamt, Paten und Kinder. www.koelnerkreidekreis.de

KARRIERETAG NIEDERKASSEL: KÖLNER KREIDEKREIS SUCHT PRAKTIKANTEN

Gute Gespräche auf Karrieretag Niederkassel am 26. August 2022

Niederkassel, August 2022. Der Kölner Kreidekreis e. V. mit Sitz in Niederkassel-Rheidt hat sich auf dem Karrieretag Niederkassel am 26. August in der Gesamtschule Niederkassel erstmals örtlichen Schülerinnen und Schülern präsentiert. „Mit der Beteiligung am Karrieretag haben wir uns bei den jungen Leuten bekannter gemacht und auch viele neue Kontakte zu Unternehmen und Organisationen in unserer Stadt geknüpft“, sagt Ute Wiedemeyer, Projektleiterin im Kreidekreis.

Projektreferentin Sabine von Klitzing, Vereinsgründerin Edeltraud Preuß und Projektleiterin Ute Wiedemeyer (von links) führten am Stand des Kölner Kreidekreises auf dem Karrieretag Niederkassel gute Gespräche. (Foto: Kölner Kreidekreis)

Der Kölner Kreidekreis vermittelt Kindern und Jugendlichen, die in Kinderheimen der Region leben und außerhalb ihrer Einrichtung keinen verlässlichen Kontakt zu Erwachsenen haben, erwachsene Wegbegleiter-Patinnen und -Paten. „Diese schenken den jungen Menschen Zeit und Aufmerksamkeit und stärken sie damit fürs Leben“, sagt Wiedemeyer. „Mit unserer Arbeit sind wir schon seit 2006 erfolgreich tätig.“ Die Nachfrage seitens ehrenamtlicher Interessenten sei genauso groß wie der Bedarf auf Seiten der Kinder, für die der Verein entsprechende Anfragen aus Kinderheimen erhalte.

Die ehrenamtlichen Erwachsenen müssen ein zweiteiliges Seminar belegen, ehe sie Pate oder Patin werden dürfen. Der Kreidekreis besucht diese zu Hause und lernt die Kinder in ihren Einrichtungen kennen. „Anhand von ausgefüllten Fragebögen überlegen wir dann, wer zueinander passen könnte“, erläutert Ute Wiedemeyer den Vermittlungsprozess. „Wenn sich eine Patin oder ein Pate und ein Kind kennenlernen, sind sie oft schon nach wenigen Treffen unzertrennbar. Da merken wir immer wieder, wie gesellschaftlich bedeutend unsere tägliche Arbeit ist!“

Am Stand des Kölner Kreidekreises erkundigten sich Jungen und Mädchen, die aus den weiterführenden Schulen der Stadt Niederkassel zum Karrieretag in der Gesamtschule gepilgert waren, nach möglichen Praktika. Sie können bei dem Verein drei Arten von Praktika absolvieren:

– Anerkennungspraktikum als Ergänzung zum Schulabschluss zum Erreichen der Fachhochschulreife (gelenktes Praktikum, Dauer: 1 Jahr)

– Schülerpraktikum (Dauer: zwei Wochen)

– Freiwilligendienst (Dauer: ein Jahr)

2023 will der Kölner Kreidekreis sich auf jeden Fall wieder am Karrieretag beteiligen.

Das Büroteam des Kölner Kreidekreises 2022
Das Büroteam des Kölner Kreidekreises besteht aktuell aus Projektreferentin Sabine von Klitzing, Projektleiterin Ute Wiedemeyer und Jahrespraktikantin Luisa Willms (von links) (Foto: Kölner Kreidekreis)

Weitere Informationen: www.koelnerkreidekreis.de

Wer an den Kölner Kreidekreis spenden möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun:

IBAN: DE49 4306 0967 4017 8866 00. Die Spendenquittung kommt unaufgefordert, wenn die Spendenden ihre Adresse angeben.

Über den Kölner Kreidekreis e. V., Niederkassel

Seit 2006 vermittelt der Verein Kindern und Jugendlichen, die in Heimen in Köln, Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Rheinisch-Bergischen Kreis – und zum Teil darüber hinaus – leben, erwachsene Wegbegleiter, die ihnen als Patinnen und Paten zur Seite stehen. Zuverlässig und langfristig. Sie bringen ihnen Respekt und Achtung entgegen, schenken Zeit, Aufmerksamkeit und gemeinsame Erlebnisse. Der Kölner Kreidekreis schafft auf professionelle Weise die Rahmenbedingungen für die Patenschaften. Diese bieten Kindern und Jugendlichen, die bislang keine verlässliche Beziehung zu Erwachsenden außerhalb der Einrichtung haben, genau diese. Der Verein koordiniert alle Beteiligten: Heimleitungen, Erzieher, Vormünder, Jugendamt, Paten und Kinder. Seit 2018 (und vorläufig noch bis Februar 2023) wird der Kölner Kreidekreis von der Aktion Mensch gefördert. www.koelnerkreidekreis.de

LAMAWANDERUNG MIT „KUSS“

Kölner Kreidekreis bot Patenkindern und Wegbegleitern naturnahes Erlebnis an

Niederkassel, Juni 2022. Ein „Lama-Kuss“ war der Höhepunkt für die Teilnehmer einer Wanderung, die der Kölner Kreidekreis e. V. Ende Mai auf dem Rodderberg südlich von Bonn für seine Patenkinder und deren Wegbegleiter angeboten hatte. „Um einen solchen ‚Kuss‘ zu erhalten, muss man dem Lama ganz nahe kommen und ihm leicht auf die Nase pusten – dann pustet es zurück“, erklärt Kreidekreis-Mitarbeiterin Sabine von Klitzing.

Der Kölner Kreidekreis mit Sitz in Niederkassel vermittelt Kindern und Jugendlichen, die in Kinderheimen der Region leben und außerhalb ihrer Einrichtung keinen verlässlichen Kontakt zu Erwachsenen haben, erwachsene Wegbegleiter-Patinnen und -Paten. „Diese schenken den jungen Menschen Zeit und Aufmerksamkeit und stärken sie damit fürs Leben“, sagt von Klitzing.

Unter diesem Aspekt stand auch die Lamawanderung. Vor der sonnigen Kulisse von Rhein und Siebengebirge erfuhren die Patenpaare ebenso wie die Mitarbeiterinnen des Vereins zum Beispiel, wie sie die Körpersprache der Tiere zu deuten haben und wie man mit ihnen umgeht: „Man nähert sich ihnen zum Beispiel rückwärts“, hat die Projektreferentin gelernt. Dann stelle man sich neben das Tier und blicke in die gleiche Richtung, um dem Lama die Möglichkeit zu geben, einen kennenzulernen.

Der „Lama-Kuss“ vor der Kulisse des Siebengebirges war der Höhepunkt für die Teilnehmer einer Wanderung mit drei Lamas, die der Kölner Kreidekreis seinen Patenkindern und deren Wegbegleitern angeboten hatte. Im Bild „küsst“ Projektreferentin Sabine von Klitzing ein Lama. (Foto: Kölner Kreidekreis e. V.)

„Lamas sind keine Kuscheltiere und werden nicht so gerne gestreichelt“, wissen Sabine von Klitzing und die anderen Teilnehmer nun. Es stimme wohl, dass Lamas spucken könnten, dies täten sie bei artgerechter Haltung jedoch nur untereinander, wenn ein anderes Tier aus der Herde den Mindestabstand nicht einhalte. „Menschen sollten Lamas nicht mit der Hand füttern, denn das könnte das Spucken fördern“, sagt von Klitzing. Auch sollte man die Tiere davon abhalten, unterwegs zu fressen.

Aktuell und noch bis Anfang 2023 wird die professionelle Vermittlung und Begleitung der rein ehrenamtlichen Patenschaften des Kölner Kreidekreises von der Aktion Mensch gefördert. Dadurch kann der Verein regelmäßig auch Aktionen wie die Lamawanderung anbieten.

Hier finden Sie den Pressetext als RTF-Datei.

Hier können Sie das hochaufgelöste Foto herunterladen.

Weitere Informationen: www.koelnerkreidekreis.de

Wer an den Kölner Kreidekreis spenden möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun:

IBAN: DE49 4306 0967 4017 8866 00. Die Spendenquittung kommt unaufgefordert, wenn die Spendenden ihre Adresse angeben.

„Lottogewinn“: 3000 Euro für Patenschaften mit Heimkindern

WestLotto-Beschäftigte schlagen Kölner Kreidekreis für Spende vor.

Niederkassel, 15. Dezember 2021. Der Kölner Kreidekreis e. V. freut sich über eine Zuwendung in Höhe von 3000 Euro, die im Rahmen einer Mitarbeiterspende von WestLotto erfolgte. Deren rund 375 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren aufgerufen, regionale gemeinnützige Initiativen und Vereine aus Nordrhein-Westfalen vorzuschlagen, in denen sie sich nach Möglichkeit auch selbst engagieren. Aus den Vorschlägen wurden zwei Vereine ausgewählt, die nun jeweils eine Spende von 3.000 Euro erhalten.

Der Kölner Kreidekreis ist im Raum Köln, Bonn, Rhein-Sieg-Kreis und Bergischer Kreis aktiv. In den Kinderheimen der Region leben viele Kinder und Jugendliche, die außerhalb ihrer Einrichtung keinen verlässlichen Kontakt zu Erwachsenen haben. Ihnen vermittelt der Kreidekreis erwachsene Wegbegleiter-Patinnen und -Paten, die mit ihnen etwas unternehmen und ihnen zuverlässig und langfristig zur Seite stehen. Christiane Jansen, Geschäftsführerin WestLotto: „Das Engagement der Ehrenamtlichen im Kölner Kreidekreis ist unschätzbar wertvoll. Sie schenken Kindern und Jugendlichen Zeit und Aufmerksamkeit und stärken sie damit fürs Leben. Das unterstützen wir sehr gerne.“ Sabine Krieger, Vorstandsmitglied und Kassenwartin des Kreidekreises, freut sich über die Wertschätzung: „Unsere Paten und Patinnen sind zwar alle ausschließlich ehrenamtlich tätig, aber zu ihrer Ausbildung benötigen wir professionelle Unterstützung. So bereiten wir unsere Patenschafts-Interessenten in zweiteiligen Seminaren auf ihre wichtige gesellschaftliche Aufgabe vor und bieten ihnen während der gesamten Patenschaft auch professionelle Supervisionen an.“ WestLotto trage mit seiner Spende dazu bei, dieses Angebot auch im nächsten Jahr aufrechterhalten zu können.

Sabine Krieger, Kassenwartin des Kölner Kreidekreises, freut sich über die WestLotto-Spende von 3000 Euro.
Sabine Krieger, Kassenwartin des Kölner Kreidekreises, freut sich über die WestLotto-Spende von 3000 Euro. Die Beschäftigten der Lotterie durften Vorschläge für gemeinnützige Vereine und Initiativen einreichen, die in der Region aktiv sind. (Foto: Kölner Kreidekreis e. V.)

Spendenlauf von Rom bis Kopenhagen für Patenschaften mit Heimkindern

Beschäftigte der Aioi Nissay Dowa Europe erlaufen 3500 Euro für Kölner Kreidekreis.

Niederkassel, 1. Dezember 2021. Auf dem Weg nach Kopenhagen: Eine Schritteaktion des Aioi-Nissay-Dowa-Europe-Konzerns hat dem Kölner Kreidekreis e. V., Niederkassel, eine Spende von 3500 Euro eingetragen. Der Verein vermittelt Kindern und Jugendlichen, die in Heimen im Großraum Köln/Bonn leben, erwachsene Wegbegleiter-Patinnen und -Paten. Bei dem Spendenlauf haben über 50 Angestellte aus den deutschen Niederlassungen der Aioi Nissay Dowa Europe in Ismaning und der Toyota Insurance Management in Köln mitgemacht.

Sabine Krieger, Vorstandsmitglied und Kassenwartin des Kreidekreises, nahm den überdimensional großen Scheck Ende November von Angela Daloiso entgegen. Daloiso ist Mitglied des Betrieblichen Gesundheitsmanagements der beiden Spender-Gesellschaften. Krieger dankte ihr für die „unglaubliche Anerkennung unserer Arbeit“ und kündigte an: „Wir werden das Geld zum Wohle zahlreicher Kinder in die weitere Professionalisierung unserer Vereinsarbeit und die Ausbildung neuer Wegbegleiter stecken. Denn unser Motto und Ziel lautet, möglichst ‚kein Kind allein‘ zu lassen.“ In deutschen Kinderheimen lebten viele Kinder und Jugendliche, die außerhalb ihrer Einrichtung keinen verlässlichen Kontakt zu Erwachsenen hätten, betonte Krieger. „Solche Kontakte, die auf Zuverlässigkeit und Langfristigkeit angelegt sind, ermöglicht der Kölner Kreidekreis mit seinen Patenschaften!“

„Der Spendenlauf für den Kreidekreis geht auf eine Idee unseres Betrieblichen-Gesundheitsmanagement-Teams zurück“, berichtet Angela Daloiso. Ihre teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen hatten während drei Wochen im Oktober ihre Schritte gezählt und addiert. „Als besonderen Anreiz haben unsere Geschäftsführer in Köln und Ismaning den individuellen Sport mit einem übergeordneten, gesellschaftlich guten Zweck verknüpft“, erklärt Daloiso weiter. „Und um die Sache greifbarer zu machen, gaben sie eine gedankliche Tour durch Europa vor, die an unseren Niederlassungen vorbeiführte: Von Rom ging es über Madrid, Paris, Luxemburg, Brüssel und Köln nach Kopenhagen – eine Strecke von über 4000 Kilometern.“ Weitere Etappen wären Warschau, Wien und München gewesen. Für jedes Etappenziel war eine bestimmte Spendensumme ausgelobt worden; Kopenhagen stand sinnbildlich für die nun gesammelten 3500 Euro.

Kassenwartin Sabine Krieger nimmt von Angela Daloiso den Scheck über 3500 Euro entgegen. Die Summe kam bei einem Spendenlauf in Köln und Ismaning zusammen.
Sabine Krieger, Kassenwartin des Kölner Kreidekreises (rechts), nimmt von Angela Daloiso den Scheck über 3500 Euro entgegen. Die Summe kam bei einem Spendenlauf in Köln und Ismaning zusammen. (Foto: Kölner Kreidekreis e. V.)