Archiv der Kategorie: Presse

Pressebereich des Kölner Kreidekreis e.V.
Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen

POSTCODE LOTTERIE UNTERSTÜTZT KÖLNER KREIDEKREIS MIT 30.000 EURO

Niederkasseler Verein erhält Förderung für Patenschaften mit Heimkindern.

August 2026. Die Postcode Lotterie fördert das Projekt der Wegbegleiter-Patenschaften des Kölner Kreidekreises e. V. in Niederkassel-Rheidt mit 30.000 Euro. Das Geld fließt in die Anbahnung, Vermittlung und Begleitung ehrenamtlicher Patenschaften für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 15 Jahren, die in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe leben.

Dank der finanziellen Unterstützung kann der Verein zahlreichen Kindern und Jugendlichen, die nur sehr wenig oder gar keinen Kontakt mehr zu ihrer Kernfamilie haben, ehrenamtliche Wegbegleiter-Paten und -Patinnen an die Seite stellen. „Damit bauen diese jungen Menschen, die dauerhaft in einer Wohngruppe leben, langfristige, verlässliche Beziehungen zu erwachsenen Personen außerhalb ihrer Einrichtung auf“, sagt Kreidekreis-Vorstand Thomas Preuß. „Das Besondere daran: Unsere ehrenamtlichen Patinnen und Paten kümmern sich nicht professionell um die Kinder und Jugendlichen, sondern sind aus rein altruistischen Motiven für sie da!“

Der Kölner Kreidekreis betreut derzeit über 60 Patenschaften mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einer Altersspanne von 5 bis 27 Jahren, wobei sich die Paten-Tandems im Schnitt etwa alle zwei Wochen treffen. „Die Mittel der Postcode Lotterie fließen jedoch ausschließlich in die Patenschaften mit Kindern im Alter von 5 bis 15 Jahren“, erklärt Preuß. „Die Arbeit mit der älteren Zielgruppe können wir aktuell über andere Fördermittel sicherstellen.“

Die Anbahnung und Begleitung der Patenschaften wird seit dem 1. August übrigens von nun vier hauptamtlichen Mitarbeiterinnen übernommen. Für die nachhaltige Finanzierung seiner Arbeit ist der Verein auf kontinuierliche Spenden und Fördergelder angewiesen.

Katja Diemer, Head of Charities bei der Postcode Lotterie, und Thomas Preuß zeigen sich dankbar, dass die Teilnehmer*innen der Postcode Lotterie in Nordrhein-Westfalen mit dem Kauf ihrer Lose den Kölner Kreidekreis unterstützen. Diemer ergänzt: „Gemeinsam mit dem Kreidekreis und zahlreichen weiteren Organisationen, die wir seit dem Start unserer Lotterie bereits unterstützt haben, setzen wir uns für Mensch und Natur und damit für eine bessere Welt ein. Für die Umsetzung seines Projekts wünschen wir dem Kölner Kreidekreis alles Gute und viel Erfolg.“


„VIER LECKERE KEKSE“ GEGEN „BUNTE TÜCHER“ UND „DIE WILDE ACHTERBAHN“

Kölner Kreidekreis feiert in Bergisch Gladbach sein Sommerfest mit rund 80 Gästen und Spiele-Olympiade.

Niederkassel, Juli 2026. Mit rund 80 Gästen hat der Kölner Kreidekreis Mitte Juli sein alljährliches Sommerfest in Bergisch Gladbach gefeiert. Der Verein aus Niederkassel vermittelt langfristige, verlässliche Patenschaften für Kinder und Jugendliche in Wohngruppen im Rheinland.

Höhepunkt des Nachmittags war eine Spiele-Olympiade für die Kinder und Jugendlichen, Patinnen und Paten sowie Betreuer*innen der Jugendhilfe. Sie traten in elf Teams in freundschaftlichen Wettbewerben gegeneinander an – unter kreativen Namen wie „Die vier leckeren Kekse“, „Die bunten Tücher“ oder „Die wilde Achterbahn“. Die Stationen reichten von Dosenwerfen und einem 24-Teile-Puzzle bis hin zu einem Guide-Me-Parcours mit Augenbinde. In der Füllstand-Challenge ging es darum, binnen zwei Minuten Wasser aus einem Eimer in einen anderen, entfernten Eimer zu transportieren; dabei beeindruckte das Gewinner-Team mit kaum für möglich gehaltenen fünf Litern.

Patin Stephie und ihr Patenschützling Cristina waren zum wiederholten Male dabei und schrieben ins Gästebuch: „Danke, dass es Euch gibt. Ihr macht nicht nur viele Kinder, sondern auch uns Patinnen glücklich!“ Angehende Patinnen, wie Hanne und Petra, zeigten Freude über das gemeinsame Erlebnis und lobten die starke Gemeinschaft des Kreidekreises: „Es macht Spaß, mit so vielen engagierten Menschen zusammen zu sein.“

Unterstützt wurde das Fest in diesem Jahr von zwei Kölner Service-Clubs: Vier junge Männer des Round Table 118 grillten Würstchen, Grillkäse und vegetarische Alternativen. Das Team um Präsident Fabian Taube meinte: „Wir freuen uns riesig, dass wir dabei sein und einen warmen Beitrag leisten konnten!“ Frauen des Rotaract-Clubs Köln um Präsidentin Doreen Heuer kümmerten sich um die Kreativ-Station, an der Kinder und Jugendliche flache Kieselsteine bunt bemalten.

Außerdem gab es eine Cocktail-Bar mit alkoholfreien Cocktails und am Ende Zuckerwatte für alle – hergestellt aus Bonbons mit Erdbeer-, Zitronen- oder Johannisbeer-Geschmack. Vorstand Thomas Preuß dankte allen Helferinnen und Helfern für ihr selbstloses Engagement.

ZWEI ABENDE VOLLER MUSIK, GÄNSEHAUT UND GEMEINSCHAFT

Der Malermeister Thomas Klemstein erspielt mit Benefizkonzerten in Mondorf 1200 Euro für den Kölner Kreidekreis

Niederkassel, März 2026. Zwei besondere Konzertabende in der Kneipe Op de Eck in Niederkassel-Mondorf standen ganz im Zeichen der Musik und des guten Zwecks: Der Malermeister und Musiker Thomas Klemstein spielte an zwei aufeinanderfolgenden Freitagen im März Benefizkonzerte zugunsten des Kölner Kreidekreises e. V. und begeisterte sein Publikum. Der Verein hat seinen Sitz in Niederkassel-Rheidt und ist Träger der freien Jugendhilfe. Er vermittelt Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Wohngruppen im Rheinland leben, ehrenamtliche Patinnen und Paten, die ihnen langfristig zuverlässig zur Seite stehen.

Klemstein ist seit über 50 Jahren musikalisch aktiv und vielen durch seine Auftritte mit der Band Under Cover unplugged bekannt. Mit den beiden Konzerten erfüllte er sich einen langgehegten Wunsch: erstmals ein Soloprogramm auf die Bühne zu bringen. Dabei präsentierte der Musiker eine persönliche Auswahl von Songs, die er auch auf seiner YouTube-Seite veröffentlicht hat, darunter Klassiker von Udo Jürgens, Elton John, Billy Joel oder Supertramp.

Der Eintritt zu den Konzerten war bewusst frei; stattdessen bat Klemstein um Spenden für einen guten Zweck. Die Idee, den Kölner Kreidekreis zu unterstützen, kam über den Kontakt zu Sabine von Klitzing zustande, hauptamtliche Referentin für Patenschaften im Verein.

Die Resonanz war überwältigend: Am ersten Freitag fanden sich rund 80 Gäste ein, am zweiten Termin etwas weniger – der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. Viele Besucher sangen begeistert mit, unter anderem bei Liedern von BAP und den Bläck Fööss. Sabine von Klitzing beschrieb die Atmosphäre als „phänomenal, wie in einem Irish Pub – nur auf Deutsch“.

In den Konzertpausen stellten von Klitzing und Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer die Arbeit des Kölner Kreidekreises vor und sammelten Spenden im Publikum. Mit großem Erfolg: An beiden Abenden kamen insgesamt über 1200 Euro zusammen. Auch der Wirt der Kneipe zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Abende. Aufgrund der positiven Resonanz denken alle Beteiligten bereits über eine Wiederholung im kommenden Jahr nach.

Die Benefizkonzerte haben eindrucksvoll gezeigt, wie Musik Menschen zusammenbringen und gleichzeitig Gutes bewirken kann – ein Gewinn für alle Teilnehmenden sowie insbesondere die Patenkinder des Kölner Kreidekreises.

Thomas Klemstein, sonst mit seiner Band Under Cover unplugged unterwegs, erfüllte sich mit den Solo-Konzerten in der Mondorfer Kneipe Op de Eck einen langgehegten Wunsch. Mit zwei Benefizkonzerten spielte der Musiker über 1200 Euro für den Kölner Kreidekreis ein.

KÖLNER KREIDEKREIS FEIERT 20-JÄHRIGES BESTEHEN

Jubiläumsempfang in Niederkassel-Uckendorf

Sein 20-jähriges Bestehen hat der Kölner Kreidekreis e. V. aus Niederkassel-Rheidt am 1. März mit einem großen Jubiläumsempfang in der Alten Schule Uckendorf gefeiert. Zum Auftakt brachte Sing Swing, der Frauenchor im Männer-Gesang-Verein (MGV) 1849 Rheidt, die über 80 Gäste mit einem Ständchen in Stimmung. Anschließend gratulierte Matthias Großgarten, Bürgermeister der Stadt Niederkassel, dem gemeinnützigen Verein zu seinem „ganz besonderen Jubiläum“. Er bedankte sich für „das Engagement, den sozialen Einsatz, die Menschlichkeit sowie das Schaffen einer guten Zukunft für viele Kinder“. Der Kölner Kreidekreis ist Träger der Freien Jugendhilfe und vermittelt Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Wohngruppen im Rheinland leben, ehrenamtliche Patinnen und Paten, die ihnen langfristig zuverlässig zur Seite stehen.

Matthias Großgarten, Bürgermeister der Stadt Niederkassel
Matthias Großgarten, Bürgermeister der Stadt Niederkassel, dankte dem Kölner Kreidekreis und seinen Patinnen und Paten für ihr soziales Engagement und ihre Menschlichkeit.

Video-Botschaft von Janine Kunze

In einer Video-Botschaft hob die Schauspielerin und Moderatorin Janine Kunze, seit kurzem neue Schirmherrin des Kölner Kreidekreises, die Leistung des Vereins und seiner zahlreichen Ehrenamtlichen hervor: „Die Patinnen und Paten zeigen den Kindern: Ich interessiere mich für dich. Du bist wichtig. Ich bleibe. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Diese Botschaft kann ein Leben verändern!“, betonte Kunze. „Ich danke euch von ganzem Herzen für euren Einsatz, für das, was ihr für diese Kinder tut. Nichts ist wichtiger, als Liebe zu geben und Liebe zu zeigen. Vielen, vielen Dank!“

Der Frauenchor Sing Swing sang zum Auftakt drei Lieder.

Podiumsdiskussion: Patin und Patenkind sind „eine Familie“

Es folgte eine Podiumsdiskussion, moderiert von Kreidekreis-Vorstand Dietmar Schnelle, in der die Wegbegleiter-Patin Corina Heger und die 25-jährige Tamara Welp aus ihrer langjährigen Patenschaft berichteten. „Wir sind inzwischen nicht mehr Patenkind und Patentante, sondern eher wie eine Familie“, befanden beide. Raimund Hamacher, Teamleiter einer interkulturellen Wohngruppe in Köln-Ostheim, ging auf die Vorteile einer Patenschaft für seine jungen Bewohner ein: „Die Begegnungen bedeuten unseren Jugendlichen sehr viel. Sie erleben in der Freizeit etwas, was andere nicht erleben. Sie haben jemanden außerhalb der Wohngruppe, den sie immer kontaktieren können“, sagte Hamacher. „Das gibt ihnen mehr Halt im Leben und eine Beziehungsperson, mit der sie künftige Herausforderungen im Leben gemeinsam meistern können.“

Vorstand Dietmar Schnelle (links) und Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer (rechts) überreichten Vereinsgründerin Edeltraud Preuß zum Dank für ihr Wirken und ihre Inspiration einen Geschenkekorb.

Ehrung für Vereinsgründerin Edeltraud Preuß

Vorstand Thomas Preuß blickte kurz zurück auf die Gründung des Kölner Kreidekreises durch Edeltraud Preuß und ihre Familie im Jahr 2006 sowie einige historische Meilensteine, insbesondere auf die zuletzt zahlreicher gewordenen Ehrenamtspreise und das Wachstum des Vereins. Aktuell zählt der Kölner Kreidekreis über 170 Mitglieder und betreut mehr als 60 Patenschaften. Vorstände und Geschäftsführung dankten Edeltraud Preuß für ihren langjährigen Einsatz und ihre Inspiration, die so vielen jungen Menschen geholfen habe. Als Zeitstrahl mit kurzen Texten und Fotos aufbereitet, hingen wichtige Momente der letzten 20 Jahre als großes Banner an der Wand.

Den musikalischen Schlusspunkt des Programms setzten Lea Hüttemann an der Querflöte und Felix Reckers an der Gitarre, unter anderem mit einer Komposition von Maurice Ravel.

Die Podiumsdiskussion wurde moderiert von Kreidekreis-Vorstand Dietmar Schnelle (rechts). Wegbegleiter-Patin Corina Heger (links) und die 25-jährige Tamara Welp berichteten aus ihrer langjährigen Patenschaft, Raimund Hamacher erläuterte die Bedeutung einer Patenschaft für die jugendlichen Bewohner seiner interkulturellen Wohngruppe. Felix Reckers und Lea Hüttemann aus Königswinter setzten den musikalischen Schlusspunkt des abwechslungsreichen Jubiläumsprogramms.

KÖLNER KREIDEKREIS GEWINNT JANINE KUNZE ALS SCHIRMHERRIN

Niederkassel/Köln, Januar 2026. Der Kölner Kreidekreis e. V. mit Sitz in Niederkassel-Rheidt hat die Schauspielerin und Moderatorin Janine Kunze als Schirmherrin für sich gewonnen. Der gemeinnützige Verein hat über 170 Mitglieder und wird am 11. Februar 20 Jahre alt. Er vermittelt langfristige Patenschaften für Kinder und Jugendliche, die im Rheinland in Wohngruppen („Kinderheimen“) leben und außerhalb ihrer Einrichtung keine erwachsene Vertrauensperson haben. Die ehrenamtlichen Wegbegleiter-Patinnen und -Paten treffen sich regelmäßig mit ihnen, verbringen gemeinsame Zeit und stehen ihnen langfristig zur Seite. Damit ersetzen sie ein Stück weit die Familien, zu denen die Kinder und Jugendlichen kaum oder gar keinen Kontakt mehr haben.

Kennengelernt hatten sich Janine Kunze und der Kölner Kreidekreis im September bei der Verleihung des Ehrenamtspreises „KölnEngagiert 2025“, mit dem der Verein ausgezeichnet wurde.

Die Übernahme der Schirmherrschaft begründet die Schauspielerin wie folgt: „Als ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal vom Kölner Kreidekreis gehört habe, hat mich vor allem eines sehr berührt: dass es hier nicht um kurzfristige Hilfe oder symbolische Aktionen geht, sondern um echte, langfristige Beziehungen. Kinder und Jugendliche, die in Heimen leben, werden dort gut betreut – nur eines fehlt vielen: eine verlässliche erwachsene Bezugsperson außerhalb des Systems der Jugendhilfe. Jemanden, der einfach da ist, Zeit schenkt, Interesse zeigt.“

Viele dieser Kinder machten schon früh die Erfahrung, dass Erwachsene kommen und wieder gehen: ihre Eltern, Erzieherinnen, Betreuer und Vormunde, betont Kunze. Oft müssten sie in ihrer Vita die Wohngruppe wechseln, hätten immer wieder neue Bezugspersonen. „Die Patinnen und Paten des Kölner Kreidekreises zeigen ihnen das Gegenteil: Ich bleibe. Ich interessiere mich für dich. Du bist wichtig. Diese Botschaft kann ein Leben verändern! Das Engagement des Kölner Kreidekreises und seiner Patinnen und Paten, die sich über viele Jahre etwa alle zwei Wochen mit ihren Patenkindern treffen, ist nachhaltig und unglaublich wertvoll. Deshalb habe ich die Schirmherrschaft sehr gerne übernommen!“, sagt die Kölnerin.

Aktuell sucht der Verein für rund 30 Kinder und Jugendliche ehrenamtliche Patinnen und Paten im Großraum Köln-Bonn.

Janine Kunze, Schauspielerin und Moderatorin
Janine Kunze, Schauspielerin und Moderatorin

„Das Engagement des Kölner Kreidekreises und seiner Patinnen und Paten, die sich über viele Jahre etwa alle zwei Wochen mit ihren Patenkindern treffen, ist nachhaltig und unglaublich wertvoll. Deshalb habe ich die Schirmherrschaft sehr gerne übernommen!“, sagt Janine Kunze. (Bild: Janine Kunze)

Janine Kunze (rechts) und ein Team des Kölner Kreidekreises hatten sich im September 2025 bei der Preisverleihung des Ehrenamtspreises „KölnEngagiert 2025“ im Historischen Rathaus der Stadt Köln kennengelernt. Im Bild steht Kunze neben den Vorständen Sabine Krieger (links) und Thomas Preuß sowie Kreidekreis-Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer (2. von links). (Bild: Peter Nierhoff)
Janine Kunze (rechts) mit Vorständen und Geschäftsführung des Kölner Kreidekreises

Janine Kunze (rechts) und ein Team des Kölner Kreidekreises hatten sich im September 2025 bei der Preisverleihung des Ehrenamtspreises „KölnEngagiert 2025“ im Historischen Rathaus der Stadt Köln kennengelernt. Im Bild steht Kunze neben den Vorständen Sabine Krieger (links) und Thomas Preuß sowie Kreidekreis-Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer (2. von links). (Bild: Peter Nierhoff)

IMHOFF-STIFTUNG EHRT KÖLNER KREIDEKREIS ALS BESSERMACHER

Sondeförderung von 5.000 Euro

Niederkassel/Köln, Dezember 2025. Der Kölner Kreidekreis e. V. mit Sitz in Niederkassel-Rheidt ist von der Imhoff-Stiftung als „Bessermacher“ für Köln gewürdigt worden. Die Ehrung ist mit einer Sonderförderung in Höhe von 5.000 Euro verbunden, die der Verein vollständig in seine Vermittlung von ehrenamtlichen Patenschaften für Heimkinder fließen lässt.

Anlass für die Bessermacher-Aktion war das 25-jährige Bestehen der Stiftung. „Das wollten wir würdig begehen“, erklärte die Stiftungs-Vorsitzende, Susanne Imhoff, bei der Preisverleihung am 4. Dezember im Historischen Rathaus. „Aber wir wollten nicht uns feiern, sondern die, für die unsere Stiftung seinerzeit gegründet wurde: diejenigen, die Köln besser machen!“ Insgesamt wurden 25 gemeinnützige Vereine ausgezeichnet. Über 600 Privatpersonen hatten der Stiftung 180 Vereine vorgeschlagen, die ihr Leben in Köln in den letzten Jahren bereichert haben. „Wir sind überwältigt von der Vielfalt, Tiefe und Menschlichkeit des Engagements, das uns in diesen Vorschlägen begegnet ist“, sagte Imhoff: „Diese 25 Vereine stehen stellvertretend für all jene, die Köln jeden Tag ein Stück besser machen. Für alle, die hinschauen, anpacken, gestalten und zusammenbringen.“

Der Zufall entscheidet: Drei von 25 Vereinen erhalten Extra-Förderung

Der Preisverleihung im Historischen Rathaus mit rund 300 Gästen war eine Einführung in den Festakt in kleiner Runde im Schokolodenmuseum wenige Tage zuvor vorausgegangen. Das Museum hatte der Schokoladen-Unternehmer Hans Imhoff bauen lassen. Hier hielten Geschäftsführerin Annette Imhoff und weitere Prominente der Stadt kurze Laudationes auf alle Bessermacher; es wurden Urkunden überreicht und große Glaskugeln mit den Namen der Vereine befüllt. Diese hingen dann beim Festakt im Rathaus vier Tage später anonym an einem künstlerischen „Weihnachtsbaum“ aus Holz. Als Höhepunkt der Veranstaltung griff ein Schreiner-Auszubildender per Zufall von den 25 Kugeln drei heraus, deren Bessermacher-Vereine zusätzlich zu den jeweils 5.000 Euro weitere 20.000 Euro erhielten.

Der Kölner Kreidekreis ist zwar nicht unter den drei extra geförderten Vereinen, was Vorstand Thomas Preuß aber nicht anficht: „Ich glaube, hier im Saal hätte jeder jedem diesen Bonus gegönnt“, sagte er. „Zumal wir in diesem Jahr zwei Ehrenamtspreise und nun die Bessermacher-Auszeichnung erhalten haben. Diese hohe Wertschätzung und die damit verbundenen Fördergelder machen uns unfassbar glücklich. Nichts davon hätten wir uns zu Anfang des Jahres träumen lassen!“

Das Kreidekreis-Team nach der Ehrung
Das Kreidekreis-Team nach der Ehrung durch die Imhoff-Stiftung
Weihnachtsmarkt in Köln
Blick vom Balkon des Historischen Rathauses auf den Weihnachtsmarkt
Vorstände des Kölner Kreidekreises
Dietmar Schnelle und Thomas Preuß aus dem Vorstand des Kölner Kreidekreises nahmen im Schokoladenmuseum die Urkunde und eine kunstvoll gegossene Schokoladentafel in Empfang

EHRENAMTSPREIS DER STADT KÖLN UND PREISGELD VON 3000 EURO

Kölner Kreidekreis gewinnt Ehrenamtspreis „KölnEngagiert 2025“

Niederkassel/Köln, September 2025. Der Kölner Kreidekreis e. V. mit Sitz in Niederkassel-Rheidt ist mit dem Ehrenamtspreis „KölnEngagiert 2025“ ausgezeichnet worden, verbunden mit einem Scheck in Höhe von 3000 Euro. Der Preis wurde dem gemeinnützigen Verein am 7. September im Historischen Rathaus der Stadt Köln verliehen. Aus 160 Vorschlägen hatte eine unabhängige Jury acht ehrenamtlich tätige Einzelpersonen und Gruppen ausgewählt. „Ich danke Ihnen allen für Ihren Einsatz“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „Zusammen mit 220000 anderen Ehrenamtlichen in Köln setzen Sie ein Zeichen gegen die Spaltung der Gesellschaft und halten diese Stadt am Laufen!“

Laudator Dr. Ralf Heinen, ehrenamtlicher Bürgermeister und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses der Stadt Köln, würdigte den Kölner Kreidekreis für sein 2006 ins Leben gerufenes Patenschafts-Projekt: Ehrenamtliche Patinnen und Paten begleiten in ihrer Freizeit Kinder und Jugendliche, die im Rheinland in Heimen leben. Viele dieser jungen Menschen haben außerhalb ihrer Einrichtung keine Vertrauensperson. Die Wegbegleiter-Paten treffen sich regelmäßig mit ihnen, verbringen gemeinsame Zeit und stehen ihnen langfristig zur Seite.

„Jeder kann etwas gegen die Einsamkeit anderer tun!“

Thomas Preuß, der Vorsitzende des Kölner Kreidekreises, bedankte sich bei Henriette Reker, bei der Stadt Köln und der Jury für die Auszeichnung. Er rief die Anwesenden dazu auf, in ihrem eigenen Umfeld dazu beizutragen, Kindern und Jugendlichen aus Kinderheimen das Leben und den Übergang in die Welt außerhalb ihrer Einrichtungen zu erleichtern: „Wir wissen, dass diese Kinder im Kindergarten und in der Schule nur schwer Freundschaften schließen. Und später, beim Übergang in den eigenen Haushalt, sind sie oft sehr einsam.“ Dem wolle der Verein mit seinen ehrenamtlichen Patenschaften vorbeugen. „Jeder hier im Raum könnte seine eigenen Kinder und Enkel ermuntern, andere, die nicht so behütet aufwachsen wie sie selbst, anzusprechen oder zu sich nach Hause einzuladen,“ wünschte sich der Kreidekreis-Vorstand. „Damit wäre schon viel gegen die Einsamkeit und für die Integration getan!“

Nach der Überreichung der Urkunde und des Preisgeld-Schecks trug sich das vierköpfige Team des Kölner Kreidekreises in das Gästebuch der Stadt Köln ein: Thomas Preuß, Kassenwartin Sabine Krieger, Patin Harriet Gehring und Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer. Der Eintrag preist Köln als „soziale, inklusive und weltoffene Stadt“. Ein Großteil der Patenkinder, Patinnen und Paten des Kölner Kreidekreises lebe hier, heißt es weiter. Der Grußtext des Kreidekreises schließt mit den Worten: „Wir sind stolz, im Geiste der Stadt Köln und ihrer Werte zu wirken und damit ein Stück zu diesem besonderen Gemeinschaftsgefühl beizutragen.“

Das vierköpfige Team des Kölner Kreidekreises freut sich über die öffentliche Anerkennung und ein Preisgeld von 3000 Euro für sein Projekt. Links im Bild Dr. Ralf Heinen, der als ehrenamtlicher Bürgermeister und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses der Stadt Köln die Laudatio auf den Verein hielt. Daneben Ute Wiedemeyer, Harriet Gehring, Sabine Krieger und Thomas Preuß vom Kölner Kreidekreis (v. l.). (Bild: Peter Nierhoff)

(c) für alle Gruppenfotos: Peter Nierhoff (4)

GYMNASIUM AM OELBERG ERLÄUFT 4.300 EURO FÜR KÖLNER KREIDEKREIS

Für Patenschaften mit Kindern und Jugendlichen in Heimen

Niederkassel/Königswinter, Juli 2025. Das Gymnasium am Oelberg, Königswinter-Oberpleis, hat dem Kölner Kreidekreis e. V. mit Sitz in Niederkassel-Rheidt einen Scheck über 4.301,62 Euro überreicht. Die Summe stammt aus dem diesjährigen Sponsorenlauf der Schule, der von Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern der Oberstufe organisiert wurde. Die symbolische Spendenübergabe fand am letzten Schultag vor den Sommerferien im Gymnasium statt.

Ute Wiedemeyer, Geschäftsführerin des Kölner Kreidekreises, zeigte sich sehr dankbar für das Engagement aller Beteiligten: „Die Spende hilft uns sehr bei der weiteren Finanzierung unseres Projekts, in dem wir ehrenamtliche Patenschaften für Heimkinder im Rheinland vermitteln.“ Denn jeder junge Mensch verdiene es, von der Gesellschaft gesehen und nicht allein gelassen zu werden. Wiedemeyer wandte sich mit ihren Dankesworten direkt an die Schülerschaft: „Ihr seid nicht nur mitgelaufen, sondern für andere gelaufen. Das kann man gar nicht hoch genug bewerten. Solange sich junge Menschen wie ihr auf diese Weise für andere einsetzen, mache ich mir um die Zukunft und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft keine Sorgen!“

Schulleiter Dr. Michael Fröhlich äußerte sich stolz über den Einsatz der Schülerschaft: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Herzblut unsere Schülerinnen und Schüler bei der Sache waren – sowohl auf der Laufstrecke als auch in der Organisation. Dass wir mit dem Erlös gleich zwei wertvolle Initiativen unterstützen können, macht das Ganze umso bedeutungsvoller.“

Insgesamt kamen beim Sponsorenlauf 24.523,56 Euro zusammen. Ein weiterer Verein erhält denselben Betrag wie der Kölner Kreidekreis; der verbleibende Rest fließt in die Klassenkassen sowie in die Anschaffung einer modernen Musikanlage für die Schule.

Der Kölner Kreidekreis betreut derzeit über 60 Patenschaften mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Wohngruppen unter anderem in Königswinter und weiteren Städten im Rhein-Sieg-Kreis, in Köln und in Bonn leben. Viele dieser jungen Menschen haben außerhalb ihrer Einrichtung keine feste Vertrauensperson. Die Wegbegleiter-Paten verbringen regelmäßig Zeit mit ihren Patenkindern und stehen ihnen langfristig zur Seite. „Unsere Ehrenamtlichen ersetzen damit ein Stück weit die Familien, zu denen die Kinder und Jugendlichen keinen Kontakt mehr haben“, sagt Wiedemeyer. Auch die Patinnen und Paten kommen aus der Region. „So ist sichergestellt, dass sich die Paten-Tandems etwa alle zwei Wochen treffen können“, erläuterte sie bei der Spendenübergabe. Auf diese Weise könnten verlässliche, vertrauensvolle Beziehungen wachsen.

Ute Wiedemeyer, Geschäftsführerin des Kölner Kreidekreises (4. von links), bei der symbolischen Scheckübergabe im Gymnasium am Oelberg am letzten Schultag vor den Ferien. Den Scheck übergibt ihr der frischgebackene Abiturient Leo Zensen. Rechts im Bild Schulleiter Dr. Michael Fröhlich, links der stellvertretende Schulleiter Ingo Küll.  (Bild: Gymnasium am Oelberg)

Ute Wiedemeyer, Geschäftsführerin des Kölner Kreidekreises (4. von links), bei der symbolischen Scheckübergabe im Gymnasium am Oelberg am letzten Schultag vor den Ferien. Den Scheck übergibt ihr der frischgebackene Abiturient Leo Zensen. Rechts im Bild Schulleiter Dr. Michael Fröhlich, links der stellvertretende Schulleiter Ingo Küll.  (Bild: Gymnasium am Oelberg)

KÖLNER KREIDEKREIS GEWINNT EHRENAMTSPREIS

Für Patenschaften mit Kindern und Jugendlichen in Heimen

Niederkassel, Mai 2025. Der Kölner Kreidekreis e. V. mit Sitz in Niederkassel-Rheidt hat einen der Ehrenamtspreise NRW gewonnen. Die feierliche Preisverleihung fand am 22. Mai in Düsseldorf statt. „Ehrenamtliche stärken das Miteinander und den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, würdigte Dr. Stephan Keller, Schirmherr und Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, alle Preisträger. „Damit machen Sie unsere Gesellschaft insgesamt reicher. Wir wollen Sie alle heute für Ihr Engagement feiern!“

Der Kölner Kreidekreis wurde für sein Patenschafts-Projekt mit Platz 3 in der Kategorie „Jugend“ ausgezeichnet: Ehrenamtliche Patinnen und Paten des Vereins begleiten in ihrer Freizeit Kinder und Jugendliche, die im Rheinland in Heimen leben. Viele dieser jungen Menschen haben außerhalb ihrer Einrichtung keine Vertrauensperson. Die Wegbegleiter-Paten treffen sich regelmäßig mit ihnen, verbringen gemeinsame Zeit und stehen ihnen langfristig zur Seite. „Unsere Ehrenamtlichen ersetzen damit ein Stück weit die Familien, zu denen die Kinder und Jugendlichen keinen Kontakt mehr haben“, erklärte Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer anlässlich der Preisübergabe.

Der Ehrenamtspreis NRW wurde in diesem Jahr zum achten Mal vom Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e. V. (VEZ) vergeben, um das Ehrenamt in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. In diesem Jahr gingen über 190 Bewerbungen ein; Preise wurden in sechs Kategorien vergeben – von Bildung über Dialog, Einsatz für Geflüchtete, Einwanderer und Minderheiten bis hin zu Frauenpower, Kunst & Kultur und eben Jugend. Wie alle anderen Preisträger des Ehrenamtspreises, erhielt auch der Kölner Kreidekreis eine Trophäe und eine Urkunde.

Bild oben: Der Kölner Kreidekreis war mit einem sechsköpfigen Team zur Preisverleihung nach Düsseldorf angereist. Fünf ehrenamtlich Engagierte wurden von Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer begleitet (zweite von rechts).

INFO-ABEND MIT 35 TEILNEHMERN – HIER DIE WICHTIGSTEN FRAGEN UND ANTWORTEN

Was bedeutet es, beim Kölner Kreidekreis eine ehrenamtliche Patenschaft für Kinder oder Jugendliche zu übernehmen, die im Rheinland in Heimen leben?

APRIL 2025. Am ersten Online-Info-Abend des Kölner Kreidekreises am 7. April nahmen 35 Interessierte teil, die sich vorstellen können, junge Menschen über viele Jahre zu begleiten: Viele schalteten sich aus Köln und Bonn zu, einige kamen aus den linksrheinischen Städten Euskirchen und Bornheim, die meisten aus dem rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis: aus Niederkassel, Königswinter, Siegburg, Sankt Augustin, Hennef, Lohmar, Neunkirchen-Seelscheid und Eitorf.

Kreidekreis-Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer und Projektleiterin Elena Stuffer präsentierten uns und unsere Arbeit. Vorstand Thomas Preuß machte sich parallel daran, die Fragen im Online-Chat zu beantworten.

Ute Wiedemeyer, Geschäftsführerin Kölner Kreidekreis
Geschäftsführerin Ute Wiedemeyer

Der Kölner Kreidekreis ist ein Träger der freien Jugendhilfe mit aktuell 160 Mitgliedern. Zielgruppe des Vereins sind Kinder und Jugendliche im Alter von etwa 5 bis 27 Jahren, die außerhalb ihrer Wohngruppe niemanden haben, dem sie sich anvertrauen können. Diesen Kindern vermitteln wir seit fast 20 Jahren ehrenamtliche Wegbegleiter-Patinnen und -Paten, die sie regelmäßig treffen, die etwas mit ihnen unternehmen und langfristig für sie da sind – und damit ein Stück weit einen Ersatz für die fehlende Familie darstellen.

Wie viel zeitlichen Bedarf sollte man als Pate oder Patin mindestens einplanen?

Wir erwarten, dass die Paten und Patinnen sich ungefähr alle zwei Wochen Zeit für ein Treffen nehmen. Anfangs dauert das vielleicht ein paar Stunden, später einen halben Tag oder auch mehr, wenn es für beide Seiten passt. Wenn sich die Patenschaft langsam festigt, können die Kinder auch übers Wochenende bei der Patin oder dem Paten bleiben, wenn alle Beteiligten einverstanden sind: Kind, Bezugserzieher/in, der Vormund bzw. die Person, die das Sorgerecht hat, und Pate oder Patin.

Wie sehen die Treffen mit den Patenkindern normalerweise aus? Gibt es einen Unterschied zwischen Patenschaften mit Kindern und mit Careleavern?

Bei kleineren Kindern ist der Beziehungsaufbau am Wichtigsten, hier heißt es wirklich: einfach da sein, sich regelmäßig und zuverlässig treffen, alltägliche Dinge unternehmen. Kinder wünschen sich typischerweise jemanden zum Spielen, Kochen, Schwimmen, Reiten, Spazieren oder Eis essen. Man kann auch kleinere Ausflüge unternehmen oder Filme schauen.

Careleaver dagegen haben eher mehr spontanen Gesprächsbedarf und benötigen Unterstützung im Alltag. Je nachdem ist den älteren Jugendlichen der Zwei-Wochen-Rhythmus nicht so wichtig; dafür telefoniert man vielleicht zwischendurch öfters mal, allein schon, damit sie sich nicht so einsam fühlen, was nach dem Auszug aus der Wohngruppe leider häufig der Fall ist.

Könnt Ihr noch mal den Unterschied zwischen Pate, Patenkind und Careleaver erklären?

„Patenkinder“ sind für uns alle jungen Menschen im Alter von etwa 5 bis 27 Jahren, die in einer Einrichtung wohnen und eine Patin oder einen Paten suchen oder haben. „Paten“ sind die ehrenamtlich tätigen Erwachsenen, die die Kinder oder Jugendlichen begleiten. „Careleaver“ sind die jugendlichen Patenkinder im Alter ab 16 Jahren, die bald aus ihrer Wohngruppe ausziehen müssen oder schon ausgezogen sind.  

Kann es hilfreich sein, wenn ich als Patin bei der Wohnungs- oder Arbeitsplatzsuche unterstütze?

Auf jeden Fall! Bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, die ihre Wohngruppe irgendwann verlassen oder schon verlassen haben (also den „Careleavern“), kann man bei schulischen Dingen oder der Ausbildungsplatzsuche unterstützen, bei der Haushaltsgründung oder Wohnungsfindung. Aber auch hier ist der zuverlässige Kontakt wichtig, vor allem, um der oben angesprochenen Einsamkeit vorzubeugen, die leider viele Careleaver trifft.

Sollten die Treffen vorzugsweise am Wochenende stattfinden, oder auch unter der Woche?

Das sprecht Ihr mit den Kindern und der Einrichtung ab. In den meisten Fällen eignet sich das Wochenende eher.   

Der Verein ist Träger der freien Jugendhilfe. Inwiefern ist das Jugendamt in die Vermittlungen bzw. die Patenschaft involviert?

Das Jugendamt, der Vormund oder Sorgerechts-Tragende muss einer Patenschaft aktiv schriftlich zustimmen. Ohne diese Zustimmung kann keine Patenschaft zustande kommen.

Elena Stuffer
Elena Stuffer, Projektleiterin Patenbetreuung

Wir sind mehrmals im Jahr für mehrere Wochen im Ausland. Wie sinnvoll ist es da, eine Patenschaft zu übernehmen? Können wir das als Paar gemeinsam machen?

Wenn Ihr nur die „übliche“ Urlaubsreise meint, ist das kein Problem. Wenn Ihr aber einen zweiten Wohnsitz im Ausland habt und dort übers Jahr mehrere Monate verbringt, in denen Ihr das Kind nicht treffen könnt, wird es vermutlich schwierig und würden wir von einer Patenschaft eher abraten. Paare können auch gemeinsam eine Patenschaft übernehmen.

Ich habe ein 11 Jahre altes Kind. Passt das grundsätzlich zu einer Patenschaft?

Meistens ja. Wir berücksichtigen das bei der Auswahl des potenziellen Patenkindes.

Werden die Kinder/Jugendlichen in die Entscheidung über den Paten einbezogen oder entscheiden das die Betreuer/Sozialarbeiter/das Jugendamt?

Bei jüngeren Kindern sind es oft die Bezugserzieher/innen in den Wohngruppen, die an uns herantreten mit der Frage, ob wir für Amalia oder Benito einen Paten oder eine Patin haben. Ältere Jugendliche kommen auch schon mal von sich aus auf uns zu. In jedem Falle müssen es aber beide Parteien wollen. Sowohl die Kinder als auch die potenziellen Paten erhalten dann zunächst Kurzinfos zu der jeweils anderen Person, die wir empfehlen würden. Anschließend lernen sich beide zusammen mit uns und den Betreuern kennen. Und am Ende müssen natürlich beide mit dieser Patenschaft einverstanden sein, sonst kommt sie nicht zustande.

Wir haben kein Auto. Ist das ein Problem?

Mobilität ist wichtig, ein Auto nicht unbedingt. Wir würden dann schauen, ob es in der Nähe ein Kinderheim (Wohngruppe) gibt, das für ein Kind einen Paten sucht. Viele Patinnen und Paten fahren mit Bus und Bahn, das klappt meistens gut. Egal mit welchem Verkehrsmittel, man muss in der Regel mit circa 30 bis 45 Minuten Fahrzeit rechnen.

Gibt es eine sinnvolle Altersbegrenzung für die Paten?

Eigentlich nicht. Am „unteren Ende“ der Altersspanne solltest Du Deine Ausbildung abgeschlossen haben und irgendwo sesshaft geworden sein. Am oberen Ende solltest Du Dich noch fit genug fühlen, um dieser Aufgabe vielleicht für 10 bis 15 Jahre gewachsen zu sein.   

Werden die Paten über spezielle Bedürfnisse der Kinder, Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen informiert?

Auf jeden Fall. Besonderheiten, Behinderungen, regelmäßig zu nehmende Medikamente oder sonstige Auffälligkeiten werden vorher besprochen.

Welche Themen werden im Rahmen des Onboardings aufgegriffen?

Wir bereiten die Patinnen und Paten sehr umfassend auf ihre spätere ehrenamtliche Tätigkeit vor. Im zweiteiligen Einstiegsseminar reflektieren die Teilnehmer zunächst die eigenen Erfahrungen, Hoffnungen, Erwartungen und Ängste. Wir erklären unsererseits in groben Zügen das System der Jugendhilfe und legen dabei einen Schwerpunkt auf die Brüche und Traumata, mit denen die Kinder und Jugendlichen in ihrem Leben oft fertig werden müssen – denn die Patinnen und Paten sollen gut darauf vorbereitet sein, was einen in der Patenschaft alles erwarten kann.

Werde ich als Pate auch Mitglied im Verein?

Das ist zwingend, da Ihr als Pate oder Patin ja in gewisser Weise den Kölner Kreidekreis nach außen vertretet. Der Jahresbeitrag beträgt aktuell 60 Euro für Erwachsene. Ihr seid über den Verein auch bei Unternehmungen mit den Patenkindern versichert.

Nehme ich das Kind dann zu meiner Familienweihnachtsfeier mit? Wie weit geht die Einbindung in die Familie?

Das ist möglich, aber wird nicht erwartet. Du entscheidest das zusammen mit Deiner Familie, dem Kind und den Bezugserziehern oder -erzieherinnen.

Könnte es sein, dass das Patenkind außerhalb von dem Gebiet umzieht? Zum Beispiel nach Hamburg?

Das ist theoretisch denkbar, aber sehr unwahrscheinlich. Im Kindesalter kommt so etwas eigentlich nie vor, nach der Pubertät vielleicht schon. Wahrscheinlicher sind Umzüge in der Region, zum Beispiel von Bonn nach Köln, von Rösrath nach Bergisch Gladbach oder ähnlich. Dabei ändert sich zwar der Ort, aber meistens nicht die Fahrtzeit für die Paten.       

Suchen Sie auch Paten für Kinder/Jugendliche mit besonderen Beeinträchtigungen/Behinderungen?

Ja. Wir suchen für junge und ältere Kinder, für „normale“ und körperlich oder geistig leicht eingeschränkte, aber nicht für Pflegefälle. Für Deutsche genauso wie für Jugendliche mit Migrationshintergrund.          


Für weitere Informationen stehen wir unter info@koelnerkreidekreis.de oder telefonisch unter 02208-911705 gerne zur Verfügung.